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Ausbildung: Wirtschaft: Für Lehrstellen-Bewerber kein Grund zur Torschlusspanik Von Mario Geisenhanslüke, dpa

Ausbildung: Wirtschaft: Für Lehrstellen-Bewerber kein Grund zur Torschlusspanik Von Mario Geisenhanslüke, dpa

In Berlin sind noch viele Ausbildungsplätze frei. Aktualisiert am Dienstag, 19.11.2013, 06:22

Rund eine Woche vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres sind in Berliner Betrieben noch zahlreiche Lehrstellen unbesetzt. Gleichzeitig haben viele Jugendliche aber noch keinen Vertrag in der Tasche. Unternehmen und Wirtschaftsvertreter bemängeln, viele Bewerber seien nicht ausbildungsreif. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Im Kampf um die qualifiziertesten Azubis winken manche Betriebe gar mit dem ersten eigenen Dienstwagen. Aber auch Schulungsprogramme, um junge Menschen…

Allein für Berlin zählt die Bundesagentur für Arbeit jüngsten Daten zufolge noch 4750 freie Ausbildungsstellen. Allerdings sind dort auch noch 7860 unversorgte Bewerber registriert. Der Pressesprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, Leif Erichsen, warnt aber: „Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Ein klares Bild ergibt sich erst Ende September.“ Dann muss per Gesetz Bilanz gezogen werden.

Erichsens Pendant bei der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg, Olaf Möller, versteht diese Bedenken nicht. Es gebe eben keine Pflicht, sich zu melden. „Die Nachfrage ist höher als das Angebot. Das ist nach den vorliegenden Zahlen einfach so“, betont er.

Einige Betriebe und Experten sehen das aber anders. „Wir haben noch nicht das gravierende Problem, unsere Plätze zu besetzen. Die Bewerbungen haben in der Qualität aber schon nachgelassen“, sagt Sabine Thümler, Sprecherin der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR). „Junge Menschen gehen oft mit den falschen Vorstellungen an eine Ausbildung heran“, bemängelt auch Erichsen. „Viele bekommen hier Disziplin nicht vorgelebt.“ Erschwert wird die Suche nach dem passenden Auszubildenden auch durch den demografischen Wandel. Weniger Schulabgänger gleich weniger potenzielle Kandidaten – so die einfache Rechnung. Sind die wenigen auch noch schlechter?

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