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Beliebtes Wort-Rätselspiel der „New York Times“ : 9 kostenlose Alternativen sollte „Wordle“ hinter der Paywall landen

Im Netz machen sich Befürchtungen breit, das populäre Rätselspiel „Wordle“ könnte hinter der Paywall landen. Dabei gibt es zahlreiche kostenlose Alternativen.

Beliebtes Wort-Rätselspiel der „New York Times“ : 9 kostenlose Alternativen sollte „Wordle“ hinter der Paywall landen

Eine Person spielt das Online-Wortspiel „Wordle“ auf einem Mobiltelefon.Foto: AFP/Stefani Reynolds

In den vergangenen Tagen stand der Kurznachrichtendienst Twitter wieder einmal kopf. Eine Nachricht hatte vor allem die englischsprachige Community in Rage, Trauer und Schadenfreude versetzt. Es ging um „Wordle“, dem populären Worträstelspiel, das kürzlich von der „New York Times“ aufgekauft wurde. Der Kaufpreis soll im „unteren siebenstelligen Bereich“ liegen, teilte die Zeitung mit.

Bei „Wordle“ geht es darum, einmal am Tag mit maximal sechs Versuchen ein Wort mit fünf Buchstaben zu erraten. Wer es einmal geschafft hat, läuft durchaus Gefahr, süchtig zu werden. Glauben sie mir!

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Doch was bereits für Millionen von Spielern weltweit bereits zum täglichen Mantra geworden ist, könnte bald hinter einer Paywall verschwinden. Laut The Times wird das Spiel „zunächst für neue und bestehende Spieler kostenlos bleiben“. Doch es kursiert die Theorie, dass das Spiel schließlich hinter der Paywall der Zeitung landen wird. Wer dann seine Wort-Such-Sehnsucht befriedigen möchte, muss zahlen. Doch es gibt Hoffnung.

Im Internet lassen sich kostenlose Alternativen zu „Wordle“ finden, mit teils kuriosen Auswüchsen. Doch zu erst die wichtigste aller Fragen:

Gibt es „Wordle“ auch auf Deutsch?

Ja, gibt es! Es hatte nicht lange gedauert, da gab es die erste deutschsprachige Version auf dem Markt. Sie funktionieren so ähnlich wie das „echte“ Rätselspiel. Es gibt sechs Versuche, einem Wort mit fünf Buchstaben auf die Schliche zu kommen. Eine deutsche Version von „Wordle“, die dem Original sehr ähnlich ist, finden Sie unter wordle.at.

Entstehungsgeschichte von „Wordle“
Um nagender Winterlangeweile den Gar auszumachen, hat Josh Wardle in die Tasten gehauen. Während des Lockdowns hatte die Partnerin des Softwareentwicklers aus Brooklyn ein Worträtsel nach dem anderen gelöst – für steten Nachschub programmierte Wardle schließlich seine eigenen Knobelaufgaben: Das Onlinespiel „Wordle“ folgt dem „Mastermind“-Prinzip und lässt seine User:innen eines aus 2500 Wörtern erraten. Sechs Versuche haben die Rätselnden, die fünf Buchstaben richtig zu platzieren, der Clou: Pro Tag ist nur ein Wort spielbar, dasselbe für alle Ratenden des Netzes. Seit Mitte Dezember klicken sich täglich mehrere Millionen Nutzer:innen zum Rätsel und diskutieren über die beste Spielstrategie.

„Wordle“ ist eine digitale Neuauflage des populären TV-Formats „Lingo“, das erstmals Ende der 1980er-Jahre im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde und von dem mehr als 500 Folgen existieren. Der deutsche Sender Sat.1 produzierte 1993 und 1994 eine – für die Quizshow-Nation Deutschland äußerst kurzlebige – Version mit dem Moderator Bernd Schumacher namens „5 mal 5“. (Tsp mit dpa)

Aber damit nicht genug. Schlägt ihr „Wordle“-Herz jetzt höher, haben wir hier eine Auswahl unserer englischsprachigen „Wordle“-Favoriten zusammengestellt:

„Lewdle“: Die Version für Fluchende

Fangen wir an mit „Lewdle“. „Lewdle“ sieht fast genauso aus wie „Wordle“. Was das Spiel aber von seinem Original unterscheidet, ist die Art der Wörter, die erraten werden müssen.

Denn: „Lewdle“ ist ein Spiel über unanständige Wörter. „Wenn Sie sich durch die Verwendung von Schimpfwörtern, Vulgarität oder Obszönität beleidigt fühlen, spielen Sie stattdessen Wordle!“, steht in der Spielbeschreibung geschrieben. Kein Scherz!

„Lewdle“ ist bisher nur in Englisch spielbar. Die Spielregeln sind im Grunde dieselben, wie bei „Wordle“. Wer also Lust hat, ein wenig in englischer Sprache zu fluchen, ist hier genau richtig. Hier gehts zum Spiel.

„Evil Wordle“ und „Absurdle“: Die Versionen für Masochisten

Die Spielregel bei „Evil Wordle“ sind Folgende: Es ist kein Wort voreingestellt. Jedes Mal, wenn man rät, schaut sich der kleine Teufel alle möglichen Wörter mit fünf Buchstaben an, die zu den Vermutungen passen. Dann wählt er das passende Muster aus, das die meisten möglichen Wörter ergibt. Sein Ziel ist es, die Anzahl der Versuche zu maximieren, die nötig sind, um das Wort zu finden.

Dafür muss man sein Wort in ein Textfeld eintippen. Mein erster Versuch scheiterte. „I was thinking of „gases“. You lose!“, entgegnete mir das Spiel recht unbarmherzig, nachdem ich auf Aufgeben geklickt hatte. Sie wollen sich mit dem Teufel messen? Hier gehts zum Spiel.

Ähnlich verhält es sich bei „Absurdle“. Bei jeder Vermutung gibt das spiel so wenig Informationen wie möglich preis und ändert das geheime Wort, wenn es nötig ist.

Ansonsten sind die Regeln dieselben wie bei „Wordle“, nur dass Sie hier unbegrenzt raten dürfen. „Du wirst die Versuche brauchen!“, schreibt der Entwickler auf der Seite. Die bestmögliche Punktzahl bei Absurdle liege bei vier Vermutungen. Ganz klar Glück, oder?! Hier gehts zum Spiel.

„Wordle unlimited“: Die Version für Süchtige

Richtig! „Wordle unlimited“ ist die Version für die, die nicht genug bekommen vom Wörterraten. Ganze sechs Versuche stehen hier zur Verfügung. Die fünf Felder für die Buchstaben können auf elf erhöht werden. Der größte Unterschied zum Original: Man! Kann! So! oft! Spielen! Wie! Man! Will!

Man kann diese unbegrenzte Version aber auch als Trainingsgelände für die Originalversion betrachten. Hier gehts zum Spiel.

„Airportle“: Die Version für Weltenbummler

BER! Ein Flughafenkürzel, das wohl mittlerweile auf der ganzen Welt gekannt ist. Bei „Airportle“ geht es darum, diese Kürzel zu erraten. Wer am Flughafen sitzt, kann leicht schummeln. Ein Blick auf die An- und Abflugtafel genügt.

Entwickelt wurde diese Version von der Website „Scott’s Cheap Flights“. Insgesamt stehen hier sechs Versuche zur Verfügung. Nach jedem Versuch ändert sich die Farbe der Kacheln, genau wie bei „Wordle“. Hier gehts zum Spiel.

„Taylordle“: Die Version für „Swiftys“

Jetzt wird es kompliziert. Oder eigentlich auch nicht. „Taylordle“ ist ein von Taylor Swift inspiriertes „Wordle“. Die „Washington Post“-Journalistin Rachel Orr hat diese Version unter anderem im Netz ausfindig gemacht.

In dieser Kreation des Spiels müssen die Felder mit allem Möglichen gefüllt werden, dass irgendwie mit Taylor Swift – US-amerikanische Pop- und Country-Sängerin – in Zusammenhang steht. Das können Songtitel, Liedtexte oder Anspielungen auf die Popkultur sein.

Als Rachel Orr einen Versuch startete „und kläglich verlor“, war die Antwort „Kanye“, schreibt sie. Bei meinem Versuch war es das Wort „Lakes“. Frau Orr und ich sind wohl eher keine „Swiftys“. Hier gehts zum Spiel.

„My Wordle“: Die Version für Kreative

Dieses Fundstück wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. „My Wordle“ bietet die Möglichkeit ein eigenes „Wordle“ zu erstellen und es über einen Link mit Freunden zu teilen. „Washington Post“-Journalistin Rachel Orr rät: „Verwenden Sie einen Insider-Witz aus dem Familien- und Freundeskreis als Antwort und schauen Sie, ob jemand richtig raten kann.“

Ein guter Rat! Wer jetzt Lust bekommen hat: Hier gehts zum Spiel.

„Letterle“: Die Version für Hellseher

Zu „Letterle“ gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Hier müssen Sie genau einen einzigen Buchstaben erraten. Wer es beim ersten Mal schafft, ist Glückspilz oder Hellseher.

Ich landete in 19 Versuchen einen Treffer. Der gesuchte Buchstabe war das „O“. Hier gehts zum „Spiel“.

Lieber Sudoku statt „Wordle“?

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