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Chaos vor Schulen vermeiden : Berliner Polizei nimmt Elterntaxis ins Visier

Montag sind Berlins Schüler ins neue Jahr gestartet. Mit Schwerpunktkontrollen will die Polizei für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule und zur Kita sorgen.

Chaos vor Schulen vermeiden : Berliner Polizei nimmt Elterntaxis ins Visier

Zugeparkte Fahrbahnränder sind für Kinder wegen ihrer geringeren Übersicht noch gefahrenträchtiger als für Erwachsene.Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Berliner Polizei will in dieser und der nächsten Woche mit insgesamt 685 Einsätzen für mehr Sicherheit auf den Schulwegen der Stadt sorgen. Das erfuhr der Tagesspiegel aus dem Präsidium. Demnach sind „gezielte und öffentlichkeitswirksame Verkehrsüberwachungs- und Verkehrsunfallpräventionsmaßnahmen“ geplant, bei denen in erster Linie gegen Tempoverstöße, Missachtung von Halte- und Parkverboten sowie von roten Ampeln sowie gegen Regelverstöße an Fußgängerüberwegen vorgegangen werden soll.

Beim Thema Halteverbot will die Polizei insbesondere die sogenannten Elterntaxis in den Blick nehmen, die regelmäßig Chaos vor Schulen verursachen und Kinder gefährden. Deshalb will die Polizei sowohl gegen Halten in zweiter Reihe als auch gegen das Blockieren von Feuerwehrzufahrten und Einmündungen vorgehen. Mit der StVO-Novelle im vergangenen Jahr wurde die generelle Fünf-Meter-Regel fürs Parkverbot an Kreuzungen und Einmündungen um eine Acht-Meter-Regel für Straßen mit parallelem Radweg ergänzt. So soll die Gefahr von Abbiegeunfällen verringert werden, die für Radfahrer laut Polizeistatistik das größte Unfallrisiko überhaupt bedeuten.

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Nach Angaben der Polizei wurden im vergangenen Jahr im Berliner Straßenverkehr 782 Unfälle mit Beteiligung von Kindern registriert. Dabei wurden 486 Kinder leicht und 113 schwer verletzt. Während in den vergangenen beiden Jahren kein Kind auf den Straßen der Hauptstadt tödlich verunglückte, starben 2022 bereits zwei: Eine Elfjährige wurde von einem Rotfahrer getötet, ein Fünfjähriger von einem vorbeifahrenden Auto, als er von einer Mittelinsel losrannte.
Bei der von der Bürgerstiftung Berlin organisierten Aktion „Sichtbar mobil zur Schule“ am Mittwoch auf dem Tempelhofer Feld kündigte Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) für den 22. September die Einrichtung vieler temporärer Spielstraßen an, sofern es genug lokale Unterstützung gebe. An jenem Tag ist die jährliche Aktion „Zu Fuß zur Schule“ geplant, die von Verbänden und Anwohnerinitiativen unterstützt wird — und in unterschiedlichem Maße auch von den Bezirksämtern.

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