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Coronavirus in der Hauptstadtregion : 5962 Neuinfektionen – Inzidenz in Berlin steigt auf 511,5

Giffey offen für schärfere 2G-Plus-Zutrittsregel in Gastronomie + Knapp 2000 Corona-Verfahren 2021 beim Amtsgericht Tiergarten + Der Corona-Blog.

Coronavirus in der Hauptstadtregion : 5962 Neuinfektionen – Inzidenz in Berlin steigt auf 511,5

Eine Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt in Mitte hält ein Abstrichstäbchen in einer ambulanten Test-Einrichtung in der Hand.Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist erneut sprunghaft angestiegen. Am Freitagmorgen wies der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung sie mit 511,5 aus — nach 416,9 am Donnerstag, 336,3 am Mittwoch und 286,8 am Dienstag. Die Gesundheitsämter meldeten 5962 Neuinfektionen. Zudem wurden drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion registriert. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Vor Bund-Länder-Beratungen: Giffey offen für schärfere 2G-Plus-Zutrittsregel in Gastronomie
  • Justiz: Knapp 2000 Corona-Verfahren 2021 beim Amtsgericht Tiergarten
  • Für Grundimmunisierung oder Booster: Hier gibt es Impfungen ohne Termin in Berlin.
  • Mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona-Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live aufs Handy: Laden Sie hier unsere App für Apple- und Android-Geräte herunter. 

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Coronavirus in der Hauptstadtregion : 5962 Neuinfektionen – Inzidenz in Berlin steigt auf 511,5

Inzidenz in Berlin steigt erneut stark an — nun auf 511,5

Der sprunghafte Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin geht weiter. Am Freitagmorgen wies der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung eine Inzidenz von 511,5 aus — nach 416,9 am Donnerstag, 336,3 am Mittwoch und 286,8 am Dienstag. Die dazugehörige Corona-Ampel steht schon lange auf Rot.
Die Gesundheitsämter meldeten 5962 Neuinfektionen. Zudem wurden drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion registriert.
Noch nicht erkennbar ist ein Effekt in den Krankenhäusern. Auf den Intensivstationen sind aktuell 194 Covid-19-Patienten wegen eines schweren Verlaufs in Behandlung — einer mehr als am Vortag, aber 36 weniger als vor einem Monat. Ihr Anteil an allen verfügbaren Intensivbetten liegt aktuell bei 18,2 Prozent, die Ampel zeigt Gelb. Stark steigende Infektionszahlen wirken sich normalerweise mit ein bis zwei Wochen Verzögerung in den Kliniken aus. Allerdings ist noch unklar, welche genauen Folgen die Omikron-Variante auf die Intensivstationen haben wird.
Gesundheitsverwaltung und Bezirke erwarten in den kommenden Tagen weiter steigende Inzidenzen. Noch am Donnerstag enthielt der Lagebericht den Hinweis, die Zahlen hätten infolge der Feiertage eine «begrenzte Aussagekraft». Diese Anmerkung gab es am Freitag nicht mehr. tagesspiegel Kein Beitrag vorhanden

Knapp 2000 Corona-Verfahren 2021 beim Amtsgericht Tiergarten

Wegen Verstößen gegen Corona-Schutzmaßnahmen sind allein beim Amtsgericht Tiergarten im vergangenen Jahr knapp 2000 Verfahren eingegangen. Zuständig für die Ordnungswidrigkeitsverfahren sind die Wirtschaftsabteilungen, wie Gerichtssprecherin Lisa Jani am Donnerstag mitteilte. Die Fälle müssten zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft bearbeitet werden, sagte Jani der „Berliner Morgenpost“. Zudem gebe es eine Reihe Strafverfahren wegen Betrugs im Zusammenhang mit der Beantragung von Corona-Soforthilfen, so die Sprecherin.
Zu den Verstößen kommt es nach ihren Angaben beispielsweise bei Demonstrationen, in Restaurants und Bars sowie in Fitnessstudios. Es gehe etwa darum, dass gegen Abstandsregeln oder Versammlungsverbote verstoßen, ein vorgeschriebener Mund-Nasen-Schutz nicht getragen oder ein Kontaktverbot missachtet werde. Der Corona-Bußgeldkatalog sieht dafür Geldstrafen von 50 bis 15.000 Euro vor.
Mehr Arbeit bereitet den Gerichten auch die seit vergangenem Dezember für alle Besucher geltende 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Anfangs führte die Kontrolle am Einlass im Kriminalgericht Moabit zu längeren Schlangen. Das hat sich inzwischen nach Angaben der Sprecherin gelegt. Können Prozessbeteiligte den nötigen Nachweis nicht vorlegen, muss der jeweils zuständige Richter entscheiden, ob eine Ausnahme gemacht werden soll. „Vereinzelt — etwa vier bis fünf Mal in der Woche — ist das vorgekommen“, schilderte Jani. Insgesamt gebe es täglich bis zu 300 Hauptverhandlungen bei den Strafgerichten auf dem Campus Moabit täglich. (dpa)

Einbruch in Corona-Testzentrum in Panketal

Bei einem Einbruch in ein Corona-Testzentrum in Panketal (Barnim) haben Diebe in der Nacht zu Donnerstag diverse Schnelltests gestohlen. Zudem sei Computertechnik aus dem Container entwendet worden, teilte die Polizeidirektion Ost mit. Zahlreiche Spuren seien gesichert worden. Die Ermittlungen liefen. (dpa)

Giffey offen für schärfere 2G-Plus-Zutrittsregel in Gastronomie

Kurz vor den Bund-Länder-Beratungen über weitere Corona-Maßnahmen am Freitag zeigt sich Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) offen für verschärfte Zutrittsregeln in der Gastronomie. Eine „2G-Plus-Regel“ könne einerseits für mehr Sicherheit vor Infektionen sorgen, sagte Giffeys Sprecherin Lisa Frerichs am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Andererseits könnte so gewährleistet werden, dass die Gastronomie offen bleiben kann.“

2G plus könnte nach den Vorstellungen Giffeys bedeuten, dass zu Restaurants oder Gaststätten nur Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt haben, die dann noch eine zusätzliche Voraussetzung erfüllen müssen: Entweder sie sind geboostert, haben also eine Auffrischungsimpfung, oder sie sind getestet. Mit einem solchen Vorgehen würde aus Sicht Giffeys auch ein weiterer Anreiz geschaffen, damit sich Menschen boostern lassen.
Am Freitag beraten die Regierungschefinnen und -chefs der Länder im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und insbesondere der Virus-Variante Omikron. Giffey will dabei, wie sie Anfang der Woche angekündigt hatte, auch darüber reden, wie der Einzelhandel und die Gastronomiebranche von dem erheblichen auch finanziellen Aufwand durch die aktuellen 2G-Kontrollen an den Zugängen entlastet werden können. Diese zusätzlichen Belastungen müssten bei den Corona-Hilfen berücksichtigt werden.
Am Mittwochabend hatte sich Giffey in der TV-Sendung „RTL Direkt“ zu möglichen verschärften Zugangsregeln für die Gastronomie bereits ähnlich geäußert. Zuvor hatte Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) bereits laut über 2G plus Booster oder Test für Restaurants nachgedacht. (dpa)

Brandenburg testet Schüler ab Mitte Februar täglich

Die Schülerinnen und Schüler in Brandenburg können sich ab Mitte Februar fünfmal statt dreimal pro Woche auf Corona testen lassen. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) kündigte am Donnerstag an, dass die Test-Lieferung nach den Winterferien beginnen soll. Das Ziel sei, allen Schulen in Brandenburg ab dem 14. Februar ausreichend Tests zur Verfügung zu stellen, damit fünfmal die Woche getestet werden könne, sagte Ernst im Haushaltsausschuss des Landtags. Ende Dezember habe ein Anbieter den Zuschlag nach einer europaweiten Ausschreibung erhalten. Bisher sind drei Corona-Tests Pflicht, um die Schule zu besuchen. Berlin testet in den Schulen in der ersten Januar-Woche täglich, danach wieder nur dreimal pro Woche.
Fünf Tests pro Woche waren in Brandenburg schon früher geplant, doch erst musste die Beschaffung organisiert werden. Die Ministerin sieht Brandenburg damit im Ländervergleich im vorderen Bereich: „Ich glaube, es gibt jetzt nicht so viele Bundesländer, die diese Rahmenbedingungen gewährleisten“, sagte sie. „Es wird nochmal die Schulen sicherer machen durch die tägliche Testung.“ Der AfD-Abgeordnete Andreas Galau kritisierte die Schutzmaßnahme. „Diese Quälerei bei den Kindern lehne ich schlichtweg ab“, sagte er. Darauf reagierte Ernst: „Wir sind dafür, dass die Schulen offen gehalten werden.“ Die Schülerinnen und Schüler müssen außerdem Masken tragen. (dpa)

Inzidenz in Brandenburg schnellt ebenfalls in die Höhe

In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg im Vergleich zum Vortag deutlich gestiegen. Nach Daten des Robert Koch Instituts vom Donnerstag steckten sich rechnerisch 435,9 Menschen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an, am Mittwoch waren es 400,4.
Bei der Zahl neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bewegt sich die Warnampel in Brandenburg Richtung Rot. Der Wert lag am Donnerstag bei 5,3 nach 3,95 am Mittwoch. Das Warnsystem zeigt Rot an, wenn der Wert über 6 liegt. Neben der Sieben-Tage-Inzidenz liegt auch der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten mit 21,2 Prozent im roten Bereich des Warnsystems.
Ebenso bleibt die Zahl der gemeldeten neuen Corona-Infektionen binnen eines Tages auf hohem Niveau: 2986 Fälle kamen hinzu nach 3324 am Vortag. Außerdem wurden 23 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung innerhalb eines Tages gemeldet.
In Brandenburg wird Omikron nach Einschätzung der Landesregierung in diesen Tagen die vorherrschende Coronavirus-Variante. Sie ist in einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg nach Angaben der zuständigen Landesbehörden bereits vorherrschend. (dpa)

Jetzt über 400: Corona-Inzidenz in Berlin im steilen Anstieg

Die Corona-Inzidenz in Berlin nimmt weiter rasch zu. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Donnerstag bei 416,9. Am Vortag waren es noch 336,3 gewesen, am Dienstag 286,8. Nach den Feiertagen mit unvollständigen Messungen lagen die Werte noch unter 300. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Die dazugehörige Corona-Ampel zeigt schon lange Rot.
Das Institut hatte darauf verwiesen, dass für die Feiertage von einer geringeren Test- und Meldeaktivität auszugehen sei. Die Daten ergäben damit „nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage“.
Laut RKI wurden 5430 neue Infektionen registriert. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 344.637. Im Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung war die aktuelle Zahl leicht abweichend mit 5443 Neuinfektionen angegeben. Es gab vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Seit Beginn der Pandemie sind damit 4029 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.
Rückgängig ist die Zahl der Intensivpatienten mit einer Covid-19-Erkrankung. Sie fiel am Donnerstag unter die 200er-Marke: 193 Betroffene waren mit schwerem Verlauf in intensivmedizinischer Behandlung, sieben weniger als am Vortag gemeldet. Ihr Anteil an allen verfügbaren Intensivbetten beträgt damit 18 Prozent, die Ampel steht auf Gelb. Rechnerisch wurden in den vergangenen sieben Tagen 3,5 Patienten pro 100.000 Einwohner mit einer Coronavirus-Infektion in den Krankenhäusern aufgenommen — die Ampel für diese Hospitalisierungsinzidenz steht auf Grün. Insgesamt befinden sich 636 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion in stationärer Behandlung. (mit dpa)

Bislang weniger Infektionen an Berliner Schulen als vor den Ferien

Die Zahl der Corona-Infektionen an den Schulen liegt bislang unter der vor den Ferien. Demnach sind in den ersten beiden Schultagen an den allgemeinbildenden öffentlichen Schulen rund 1100 Schülerinnen und Schüler positiv getestet worden. Dies teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Mittwoch auf Anfrage mit. Vor den Ferien waren es 3475.Dem entspricht auch eine sehr geringe Zahl an geschlossenen Lerngruppen. Davon gab es bei der letzten Bestandsaufnahme am 17. Dezember 87, jetzt aber nur noch zehn. 
Völlig vergleichbar sind die Zahlen allerdings nicht, weil erst 70 Prozent der Schulen ihre Ergebnisse gemeldet hatten, wie der Behördensprecher erläuterte. Mit endgültigen Ergebnissen wird es am Freitag gerechnet, wenn alle Meldungen erfolgt sind. 
Erst dann wird es auch Angaben über die Infektionen der Schulbeschäftigten geben sowie über die freien und beruflichen Schulen. Bislang ist nur bekannt, dass von den beruflichen öffentlichen Schulen bis Dienstag 40 Infektionen gemeldet worden waren gegenüber 220 vor den Ferien.
In Berlin gibt es 410.000 Schülerinnen und Schülern. Berlin hatte in Übereinstimmung mit fast allen Bundesländern und abweichend von Brandenburg in der Vorwoche beschlossen, trotz der Omikron-Variante an der Präsenzpflicht für alle Jahrgänge festzuhalten.  (Susanne Vieth-Entus)

Bis Jahresende 277 Ermittlungen zu gefälschten Impfausweisen in Brandenburg

Die Zahl der Fälle von gefälschten Impfausweisen ist nach Angaben des Innenministeriums in Brandenburg rückläufig. Bis zum 30. Dezember habe es 277 Fälle gegeben, in denen kriminalpolizeiliche Ermittlungen zu Impfpass-Fälschungen durchgeführt worden seien, berichtete Innenstaatssekretär Uwe Schüler am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags. Ermittelt werde unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung oder der Fälschung von Gesundheitszeugnissen.
Im Vergleich zu November und Dezember sei die Zahl dieser Ermittlungsverfahren aktuell rückläufig, sagte der Innenstaatssekretär. Allein im November hatte es nach Angaben der Polizei 119 Ermittlungen wegen gefälschter Impfausweise gegeben. Im November hatte die Brandenburger Landesregierung unter anderem den Zutritt zu Gaststätten, Kinos und den Einzelhandel mit Ausnahme von Supermärkten und anderen Geschäften des täglichen Bedarfs auf Geimpfte und Genesene (2G-Regel) beschränkt.
Die Fälschungen flögen meist in den Apotheken auf, wo sich die Bürger mit ihren Impfpässen die elektronischen Bescheinigungen ausstellen lassen könnten, erklärte Schüler. Denn in den Apotheken könnten die Chargennummern der Impfdosen elektronisch überprüft werden, erläuterte er. „Bei besonderen Auffälligkeiten können die Apotheken aber auch in der im Impfpass genannten Arztpraxis anrufen.“ (dpa)

Gesundheitssenatorin will über schärfere Regeln für Gastronomie reden

Berlins neue Gesundheitssenatorin Ulrike Gote hat vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage strengere Zugangsregelungen für Restaurants ins Gespräch gebracht. „Wir sehen, dass jetzt die Zahlen der Omikron-Infizierten sehr, sehr stark ansteigen“, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. „Und ich glaube, wir müssen uns sehr genau unsere Maßnahmen nochmal anschauen.“ Als ein Beispiel nannte Gote eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr und Einzelhandel. „Dann müssen wir darüber reden, wie es generell in der Gastronomie weitergeht, ob wir eine Zulassung nur noch für Geboosterte erlauben oder mit Test“, sagte Gote. „Wir müssen wissen: Vollständig geimpft ist man bei Omikron eigentlich nur mit dem Booster.
Bund und Länder wollen am Freitag über mögliche Konsequenzen aus der Pandemie-Entwicklung sprechen. Zur Frage, ob ein Lockdown in Berlin zu erwarten sei, sagte Gote: „Eine Versicherung wird Ihnen jetzt keiner geben können, aber das ist nicht das, woran wir jetzt denken, einen generellen Lockdown zu machen.“ Gote bezweifelte, ob das der richtige Ansatz sei: „Ich glaube, das würde die Situation auch gar nicht so stark verändern“, so die Gesundheitssenatorin. „Wir haben eher das Problem, dass viele Menschen erkranken werden und wir schauen müssen, wie wir unseren Alltag aufrecht erhalten können.“
Nach der Senatssitzung am Dienstag hatte Gote gesagt, sie gehe davon aus, dass Omikron mittlerweile Delta als vorherrschende Virusvariante in Berlin abgelöst habe. Nach Angaben der Labore hat die zuerst in Südafrika entdeckte Variante in der vergangenen Woche einen Anteil von 43,5 Prozent an den Corona-Infektionen ausgemacht, wie Gote mitteilte. Sie sprach von einer „beunruhigenden Zahl“. (dpa)

Coronavirus in der Hauptstadtregion : 5962 Neuinfektionen – Inzidenz in Berlin steigt auf 511,5

Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne).   Bild: Jörg Carstensen/dpa

Ministerin: Omikron-Variante wird dominant in Brandenburg

In Brandenburg wird Omikron nach Einschätzung der Landesregierung in diesen Tagen die vorherrschende Coronavirus-Variante. Unter den untersuchten Proben sei in der 52. Kalenderwoche (bis Sonntag) „schon ein Überwiegen von Omikron zu verzeichnen“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Fachausschuss des Landtages.

Die Virusvariante Omikron ist in einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg nach Angaben der zuständigen Landesbehörden bereits vorherrschend. Auch Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) erklärte am Dienstag nach der Senatssitzung, dass die Omikron-Variante in Berlin vorherrschend sei.
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit dem 30. Dezember von Tag zu Tag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht erste Hinweise, dass der Verlauf der Erkrankung bei Omikron insgesamt milder sein könne.
In Brandenburg schwankte die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen und stieg zum Mittwoch deutlich auf 400,4. Dies kann auf Nachmeldungen zurückgehen. Am höchsten ist die Inzidenz in Cottbus mit 561,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, aber auch in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree, Elbe-Elster und der Prignitz überschreitet der Wert die 500er Marke.
Bei der Brandenburger Corona-Warnampel liegt neben der Sieben-Tage-Inzidenz auch der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten mit 21,8 Prozent im roten Bereich. Bei der Zahl neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen steht die Ampel mit 3,95 auf Gelb. (dpa,Tsp)

Ministerin Nonnemacher rechnet mit kürzeren Quarantänezeiten

Die Brandenburgische Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) rechnet angesichts steigender Neuinfektionszahlen mit kürzeren Quarantänezeiten. „Es wird auf eine Anpassung der Quarantänezeiten allgemein hinauslaufen“, sagte die Ministerin am Mittwochmorgen im RBB-Inforadio. „Dass die verkürzt werden, das erwarte ich.“ Es brauche darüber hinaus „spezielle Regelungen“ für Beschäftigte in der sogenannten kritischen Infrastruktur. „Sonst bricht dort der Betrieb zusammen, das ist ganz klar und darüber müssen wir reden, das kann nicht jedes Bundesland eigenständig machen.“ Konkreter wurde Nonnemacher dabei nicht.
Bereits seit mehreren Tagen wird bei Bund und Ländern mit Blick auf die kritische Infrastruktur über kürzere Quarantänezeiten für dort Beschäftigte diskutiert. Die Maßnahme wäre eine Möglichkeit, dass Genesene schneller wieder ihre Arbeit aufnehmen können, wenn der hohe Krankenstand aufgrund der ansteckenderen Omikron-Variante die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur gefährdet.
Dazu gehören etwa Polizei, Krankenhäuser und Rettungsdienste oder wichtige Behörden und Versorgungsunternehmen. Nonnemacher betonte, dass die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch bereits eine deutlich steigende Tendenz bei den Neuinfektionen erkennen lassen.
Während der Weihnachtstage und rund um den Jahreswechsel wurde deutlich weniger getestet und gemeldet. Nonnemacher rechne daher erst für den Lauf dieser Woche damit, dass die Daten ein realistisches Bild der Infektionslage wiedergeben. „Ich denke, dass sich das jetzt in den nächsten Tagen eingespielt hat.“ (dpa)

Coronavirus in der Hauptstadtregion : 5962 Neuinfektionen – Inzidenz in Berlin steigt auf 511,5

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).   Bild:  Soeren Stache/dpa

Corona-Inzidenz in Berlin nach Jahreswechsel deutlich gestiegen

Nach den Weihnachtstagen und dem Jahreswechsel ist die Berliner Corona-Inzidenz am Mittwoch erneut deutlich gestiegen. Laut den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Mittwoch bei 336,3. Am Vortag lag er noch bei 286,8. Am Sonntag und Montag gab es Werte um die 265. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Daten stehen allerdings nach wie vor unter Vorbehalt.
Das RKI wies auch am Mittwoch darauf hin, dass für die Feiertage von einer geringeren Test- und Meldeaktivität auszugehen sei. Die derzeitigen Daten ergäben damit „nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage“. Darauf weist auch der Berliner Senat in seinem Lagebericht hin. Allerdings haben am Dienstag und am Mittwoch wieder deutlich mehr Bezirke aktuelle Zahlen übermittelt als noch am Neujahrs-Wochenende und zu Weihnachten.
Laut RKI wurden in Berlin zwischen Dienstag und Mittwoch 4226 neue Infektionen registriert. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf knapp 339.207. Es gab fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Seit Beginn der Pandemie sind laut RKI damit 4025 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. (dpa)

Woidke offen für Verkürzung der Quarantäne unter bestimmter Bedingung

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich unter bestimmten Bedingungen offen für eine mögliche Verkürzung der Quarantänepflicht gezeigt. „Es gibt eine klare Forderung, vor allen Dingen aus dem Gesundheitssystem, aus den Krankenhäusern, hier die Funktionsfähigkeit weiter zu gewährleisten. Das kann heißen, dass die Quarantänepflicht eingeschränkt wird“, sagte Woidke am Dienstag dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Dies gehe aber nur unter einer Bedingung: „Dass Menschen nicht durch eine Infektion zusätzlich gefährdet werden. Deswegen erwarte ich jetzt dringend den Bericht, den die Experten momentan ausfertigen.“
Bund und Länder beraten am Freitag über das weitere Vorgehen gegen das Coronavirus unter dem Eindruck der Ausbreitung der Variante Omikron. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer schnellen Entscheidung über eine Verkürzung der Quarantänefristen. Im Gespräch sind kürzere Zeiten vor allem für Beschäftigte wichtiger Versorgungsbereiche, um zu viele gleichzeitige Personalausfälle zu vermeiden. Woidke sagte, es müsse von vornherein klar sein, dass jede Gefährdung Dritter — erst recht von Patientinnen und Patienten beispielsweise in einem Krankenhaus — ausgeschlossen sei. (dpa)

Giffey schließt FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn nicht aus

In der Pressekonferenz nach der Senatssitzung am Dienstag äußerten sich die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) zu weiteren Corona-Fragen. Dabei schloss Giffey auch eine FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn nicht aus. Ein Überblick.
IMPFUNGEN
Franziska Giffey sagte, es ergebe Sinn, die Eltern bei den Familienimpfungen mitzuimpfen. Impfangebote müssten im „Sozialraum“ geschaffen werden wie in den 49 Familienzentren. Zudem müsse man an die großen Communities herantreten. In Berlin würden Menschen aus über 150 Nationen leben. „Es geht darum, möglichst viele in den Communities zu erreichen.“ Nach Neukölln, Wedding, in die Heerstraße müsse man gehen, wo es eine „schwere Erreichbarkeit“ gebe. Das gehe auch über die Stadtteilmütter, damit Impfangebote, die fußläufig erreichbar sind, in Anspruch genommen werden. 
QUARANTÄNE
Auf die Frage, ob die Quarantäne-Zeit verkürzt werden soll, sagte Giffey, ab einer Ausfallrate bei kritischer Infrastruktur von 20 bis 30 Prozent müsse ein Stufenplan „überlegt“ werden. „Dann kommt die Diskussion zu Quarantänezeiten.“ Derzeit gebe es eine Ausfallrate von zehn Prozent. 
VERSORGUNGSSYSTEMEMan brauche bundeseinheitliche Regelungen, um die Versorgungssysteme aufrechtzuerhalten. Man warte auf die Empfehlungen der Expertenkommission und des Robert Koch-Instituts, betonte Giffey. „Wir werden uns darauf berufen und das umsetzen.“ Danach werde der Senat am Donnerstag in einer Telefonschalte in Vorbereitung auf die MPK am Freitag beraten. 
WIRTSCHAFTEine Frage aus der Berliner Wirtschaft solle dort auch besprochen werden: die erhöhten Kosten durch Kontrollen in der Berliner Wirtschaft. Überbrückungshilfen könnten auch für Betriebe ausgegeben werden, die freiwillig geschlossen hätten. 

SCHULEN95 Prozent der Lehrer:innen seien bereits geimpft. „Wir müssen es schaffen, dass sich noch mehr Erzieher:innen impfen lassen.“ Giffey betonte, dass man alles tun werde, um den Präsenzunterricht an den Schulen aufrechtzuerhalten

CORONA-PROTESTE:Giffey sagte, dass am Montag rund 3000 Menschen bei 25 Veranstaltungen gegen Corona-Maßnahmen demonstriert hätten. Im Senat habe man „nicht ausführlich“ darüber gesprochen.
KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN:Ulrike Gote sagte, dass die bisherigen Kontaktbeschränkungen wohl auch verlängert werden. Darüber will der Senat nächste Woche beraten. «Ich kann mir im Moment bei der Entwicklung schwer vorstellen, dass das nicht so sein wird.» Die bisherigen Regeln würden wohl bestehen bleiben. Alles weitere werde man diskutieren.
MASKENPFLICHT:Das Tragen von Masken sei ein nicht zu unterschätzender Schutz — möglichst eine FFP2-Maske. «Es gibt die Diskussion über eine FFP2-Pflicht im ÖPNV, aber auch im Einzelhandel», sagte Gote. Der Einzelhandel habe signalisiert darüber «nachzudenken». Eine Verständigung darüber gebe es noch nicht. «Aber sinnvoll eine FFP2-Maske zu tragen, ist es allemal.»
Die Regierende Bürgermeisterin Giffey unterstützte das. «Es ist sicherlich eine der naheliegenden Schritte, eine FFP2-Pflicht im ÖPNV wieder einzuführen.» Das müsse man im Senat aber nächste Woche besprechen. Die Schutzkraft der FFP2-Masken sei «deutlich höher» als die anderer Masken. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Senat die FFP2-Pflicht im öffentlichen Personennahverkehr wieder einführt, «ist aus meiner Sicht relativ hoch», sagte Giffey.

Omikron vorherrschende Variante auch in Berlin: Senat debattiert über Corona-Themen

Der Berliner Senat hat heute in seiner ersten Sitzung in diesem Jahr über Corona-Themen debattiert. Angesichts der Berliner Inzidenz von 286,7 sagte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne): „Es ist noch immer eine Lage unter dem Radar.“ Beunruhigend sei der Anteil an Omikron-Infektionen von 43,5 Prozent. «Es ist jetzt schon ein wenig mehr als Delta. Das bedeutet, dass die Omikron-Variante vorherrschend ist.» 
Gote sagte weiter:  „Es wird sehr beschleunigt weitergehen“, es werde mehr Infektionen in den nächsten Wochen geben. Die Omikron-Variante sei eben «sehr ansteckend».
Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte, es gebe weiterhin Präsenzunterricht in den Schulen. Dort werde momentan täglich getestet, danach dreimal pro Woche. Zudem würden die Lolli-Tests für Kita-Kinder kommen. Wenn davon ausreichend da sind, solle in den Kitas dreimal die Woche getestet werden, sagte Giffey.
Sie sei mit dem Impffortschritt sehr zufrieden. „Beim Kinderimpfen liegt Berlin auf Platz eins“, sagte Giffey. Das Boostern werde sehr gut angenommen, dort liege man bei 38,9 Prozent. „Nicht so schnell“ komme man mit den Erstimpfungen voran. Da liege man bei rund 75 Prozent. Gote sagte, auch Kinder ab zwölf Jahren seien jetzt zum Boostern zugelassen. Das sei „gut angelaufen“, ebenso das Kinderimpfen, um ältere Angehörige zu schützen. Wichtig sei es auch, die ältere Bevölkerung „zum Boostern zu bringen“. „Wir haben ausreichend Kapazitäten in den Impfzentren“, betonte Gote. Es sei einfach dort Termine zu bekommen. Das gelte auch für Termine in den Testzentren. Auch geboosterte Menschen sollten sich regelmäßig testen lassen. 
Der Senat verständigte sich darauf, das Familienimpfen, zum Beispiel in Familienzentren, verstärkt zu fördern. Ebenso das aufsuchende Impfen in den Communities mit den Religionsgemeinschaften. Dort gebe es teilweise viele Vorbehalte und Falschinformationen. Bei den kritischen Infrastrukturen (Stromversorger, Wasserbetriebe etc.) wolle man einen guten Impfstatus erreichen durch zusätzliche Impfstraßen.
Eine Verkürzung der Quarantänezeit müsse abgewogen werden, sagte Giffey. „Wenn es eine Empfehlung des RKI geben sollte, werden wir kurzfristig am Donnerstag zusammenkommen“, sagte Giffey. Sie hatte es bisher nicht für nötig gehalten, die Quarantänezeit zu verkürzen.
Die Wirtschaftsverwaltung werde in dieser Woche zu einem Runden Tisch einladen, um über Überbrückungshilfen und Corona-Hilfen zu sprechen.

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg gesunken — 1300 neue Corona-Fälle

Entgegen dem Bundestrend ist in Brandenburg die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den dritten Tag in Folge leicht gesunken. Der Wert lag am Dienstag bei 361,0, nach 364,5 am Vortag und 366,5 am Sonntag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Sieben-Tage-Inzidenz mit 239,9 an, nach 232,4 am Vortag.
Innerhalb eines Tages wurden von den Gesundheitsämtern 1300 neue Ansteckungen gemeldet. Das waren deutlich mehr als am Vortag, als nur 328 neue Corona-Infektionen registriert wurden. Allerdings hatten am Montag wie schon am Wochenende einige Landkreise und kreisfreie Städte keine Daten übermittelt. Am Dienstag meldeten alle Regionen ihre Daten.
Die Zahl der durch Gesamtgenomsequenzierung und variantenspezifischer PCR-Tests bestätigten Fälle der Omikron-Variante lag nach Ministeriumsangaben bei 344. Am Montag waren es noch 289. Hinzu kommen bislang 108 Verdachtsfälle, die nach Punktmutationsanalysen gemeldet wurden.
Mit einem Inzidenzwert von 545,1 verzeichnete Cottbus weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Land, dicht gefolgt vom südbrandenburgischen Landkreis Spree-Neiße mit 515,9.
Vollständig geimpft sind in Brandenburg nach Daten des RKI erst 64,5 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern bleibt Brandenburg damit weiter auf dem vorletzten Rang — vor dem Schlusslicht Sachsen. Bundesweit sind laut RKI 71,3 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Fast jeder dritte Brandenburger (32,9 Prozent) hat eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bundesweit sind bereits 39,3 Prozent der Bevölkerung geboostert. (dpa)

Schulleiter-Verband sieht Wechselunterricht kritisch

Berlins Schulen sind auf einen möglicherweise erneut notwendigen Wechselunterricht eingestellt. Der Interessenverband Berliner Schulleitungen (IBS) hält ihn aber nicht für wünschenswert. „Die Schulen haben inzwischen Pläne für einen möglichen Wechselunterricht erarbeitet, mit denen wir ja auch in der vergangenen Zeit schon Erfahrungen gemacht haben“, sagte IBS-Vorstandsmitglied Beate Maedebach der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Als Wechselunterricht wird die Kombination aus Unterricht mit Anwesenheit in der Schule und Unterrichtsphasen mit digitalem Lernen zu Hause bezeichnet.
Schulleitungen und Schulgemeinschaft hätten in der Regel ein für die jeweilige Schule passendes Vorgehen entwickelt, sagte Maedebach, die selbst eine Oberschule in Berlin-Steglitz leitet. Allerdings könne kein Wechselunterrichtmodell den regelmäßigen Schulbesuch ersetzen. „Daher hoffen wir alle, möglichst im Präsenzunterricht bleiben zu können. Der regelmäßige Präsenzunterricht hat erwiesenermaßen die beste fachliche und soziale Wirkung“, sagte Maedebach. Insgesamt sei es wichtig, mit einer gewissen Ruhe in den Schulbetrieb des neuen Jahres starten zu können.
Der Verband, dessen Vorsitzende bisher die neue Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) war, kritisierte auch, dass es noch keine vollständige Ausstattung mit Luftfiltergeräten gebe. Etliche davon könnten außerdem inzwischen nicht mehr betrieben werden, da das Wechseln der Filter nur durch geschultes Personal und nicht durch die Hausmeister erfolgen dürfe, aber nicht in Auftrag gegeben werde.
Ein Sprecher der Bildungsverwaltung teilte dazu auf dpa-Anfrage mit, berlinweit seien den Schulen 14.000 Luftfiltergeräte zur Verfügung gestellt worden und im Einsatz. „Bis Februar sollen mindestens 4000 weitere Geräte ausgeliefert sein. Darüber hinaus beginnt in Kürze der Auslieferungsprozess weiterer 5000 Luftfiltergeräte der fünften Tranche mit Bundesförderung.“
Letztere kommen den Angaben zufolge an Schulen mit Kindern unter zwölf Jahren zum Einsatz. „Damit können perspektivisch die gut 22.000 Klassenräume an Berliner Schulen versorgt werden.“ Das Abgeordnetenhaus habe außerdem zugestimmt, so viele Mittel bereitzustellen, dass sämtliche Unterrichtsräume ausgestattet werden könnten, so der Sprecher der Bildungsverwaltung. Wartungsfragen seien in erster Linie mit dem Schulträger zu klären oder dafür gegebenenfalls die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) zu kontaktieren, die die Mehrzahl der Geräte für das Land Berlin beschafft habe. (dpa)

Erste Sitzung im neuen Jahr: Senat berät über Impfkampagne

Der rot-grün-rote Berliner Senat berät am Dienstag bei seiner ersten Sitzung im neuen Jahr ein weiteres Mal über Corona-Themen. Dabei geht es unter anderem um die Vorbereitung auf die für Freitag geplante Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Bei dem Bund-Länder-Treffen zur Coronakrise soll unter anderem über die Fortsetzung der Booster-Kampagne sowie über Quarantäne-Regelungen gesprochen werden.

Die Senatsmitglieder wollen sich auch über den aktuellen Stand beim Impfen in der Hauptstadt austauschen. Berlins neue Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) will über Details dazu informieren. Beschlüsse zu möglichen Änderungen der Infektionsschutzverordnung stehen einer Senatssprecherin zufolge nicht an.
Auch die Auswirkungen der Pandemie angesichts der schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante auf die kritische Infrastruktur, also beispielsweise Polizei, Feuerwehr und Krankenhäuser, sollen ein Thema sein.
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sprach sich am Sonntag gegen eine Verkürzung der Corona-Quarantäne aus. Sie sei derzeit noch nicht nötig, weil die kritische Infrastruktur noch nicht außer Gefecht gesetzt sei, sagte sie im Deutschlandfunk. Gleichzeitig plädierte sie dafür, in Bussen und Bahnen FFP2-Masken verpflichtend zu machen, weil sie auch bei der ansteckenderen Omikron-Variante einen starken Schutz gewährleisteten.
Die Regierende Bürgermeisterin Giffey und Gesundheitssenatorin Gote werden voraussichtlich beide auch an der Pressekonferenz im Anschluss an die Senatssitzung (13 Uhr) teilnehmen. Zuletzt hatten sich die Senatsmitglieder bei einer Sondersitzung einen Tag vor Heiligabend getroffen. (dpa)

Inzidenz in Berlin erneut gestiegen

Die Corona-Inzidenz ist in Berlin erneut gestiegen. Sie lag nach den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Dienstagmorgen bei 286,8. Am Sonntag und Montag gab es Werte um die 265. (Zur Erinnerung: Die Zahl gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden.)

Das RKI wies weiterhin darauf hin, dass in den Tagen um den Jahreswechsel wie schon an Weihnachten mit weniger Tests und Meldungen zu rechnen sei. Die vorliegenden Daten könnten daher noch unvollständig sein.

Laut RKI wurden in Berlin zwischen Montag und Dienstag 3196 neue Infektionen registriert. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf knapp 335.000. Es gab vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Seit Beginn der Pandemie sind laut RKI damit 4020 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. (dpa) Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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