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Coronavirus in der Hauptstadtregion : Novavax erst zur Wochenmitte in Deutschland – Impfstart in Berlin nächste Woche

Nur zwei Bezirke melden neue Fälle: Inzidenz in Berlin bei 1105,9 + Weiter hohe Inzidenz in Brandenburg: jetzt bei 1656,5 + Der Corona-Newsblog.

Coronavirus in der Hauptstadtregion : Novavax erst zur Wochenmitte in Deutschland – Impfstart in Berlin nächste Woche

Für viele als Impfstoff attraktiv? Das Vakzin von Novavax ist ab 18 Jahren empfohlen.Foto: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File Photo

Erst ab Mitte der Woche wird der Totimpfstoff von Novavax an das Zentrallager der Bundesregierung überstellt. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit hat diese Information vom Bundesgesundheitsministerium erhalten, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Mit einem Impfstart in Berlin wird deshalb in der kommenden Woche gerechnet. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte am vergangenen Freitag öffentlich verkündet, am Montag werde Novavax nach Deutschland geliefert. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Nur zwei Bezirke melden neue Fälle: Inzidenz in Berlin bei 1105,9
  • Jetzt bei 1656,5: Weiter hohe Corona-Inzidenz in Brandenburg
  • Friseure, Anwesenheitslisten, PCR-Tests: Diese neuen Corona-Regeln gelten in Berlin.
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Coronavirus in der Hauptstadtregion : Novavax erst zur Wochenmitte in Deutschland – Impfstart in Berlin nächste Woche

Novavax-Auslieferung doch erst ab Mitte der Woche

Erst ab Mitte der Woche wird der Totimpfstoff von Novavax an das Zentrallager der Bundesregierung überstellt. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit hat diese Information vom Bundesgesundheitsministerium erhalten, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Mit einem Impfstart in Berlin wird deshalb in der kommenden Woche gerechnet.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte am vergangenen Freitag öffentlich verkündet, am Montag werde Novavax nach Deutschland geliefert. Ein Sprecher seines Ministeriums hatte später von «ab Montag» gesprochen. Von einer Verspätung wollte man im Ministerium deshalb nicht sprechen: «Die Auslieferung erfolgt in dieser Woche an die Bundesländer und wir gehen davon aus, dass der Impfstoff ab der kommenden Woche in den Bundesländern verimpft wird», sagte ein Sprecher.
Für Berlin sind vorerst 63.000 Impfdosen vorgesehen. Der Impfstoff soll vor allem an den Impfstellen Drive-In Lichtenberg und in Tegel verwendet werden. Auch für Berlins Krankenhäuser werden Dosen bereitgestellt, teilte die Gesundheitsverwaltung mit. Man rechnet damit, dass die Impfnachfrage nach Novavax damit bedient werden kann.
Denn aus Pflegeeinrichtungen wird in Berlin eine sehr hohe Impfquote gemeldet. 90 Prozent von 20.000 Beschäftigten seien geimpft, sagte die Sprecherin. Allerdings sollen die noch ungeimpften Beschäftigten aus diesem Bereich und ungeimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur Priorität genießen.
Impftermine sollen freigeschaltet werden, sobald ein konkreter Liefertermin aus dem Zentrallager bekannt ist. Bislang geht man in Senatskreisen vom Ende der laufenden Woche aus.

Die am häufigsten in Deutschland verabreichten Impfstoffe – die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna – sind mRNA-Impfstoffe. Gehofft wird, dass der Novavax-Impfstoff eine Alternative für all jene ist, die Vorbehalte gegen mRNA-Impfstoffe haben. Kein Beitrag vorhanden

Brandenburg lockert die Corona-Regeln

Weiter hohe Corona-Inzidenz in Brandenburg – jetzt bei 1656,5

Die Corona-Inzidenz in Brandenburg liegt weiter auf hohem Niveau: Sie betrug am Montagmorgen 1656,5. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. In den vergangenen Tagen hatte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ähnliche Höhen weit über dem Bundesdurchschnitt erreicht. Nur Bayern meldete eine höher Inzidenz von knapp 1800.

749 Corona-Neuinfektionen wurden in Brandenburg gemeldet. Am Wochenende werden aber immer weniger Fälle erfasst als in der Woche. Knapp 475.000 Covid-Fälle wurden seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren registriert. Zudem wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Seit Ausbruch der Pandemie starben 5134 Brandenburger mit oder an einer Covid-19-Infektion. (dpa)
Mehr aus Potsdam und Brandenburg zur Corona-Pandemie lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten:

Corona-Inzidenz in Berlin bei 1105,9 – nur zwei Bezirke melden neue Fälle

Die Corona-Inzidenz in Berlin hat sich kaum verändert und lag am Montagmorgen bei 1105,9. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Ähnliche Werte waren auch am Wochenende mitgeteilt worden (Sonntag: 1111,2, Samstag: 1085,4). Am Freitag war der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, in der Hauptstadt mit 977,1 unter die Marke von 1000 gesunken. Berlin rangiert damit deutlich unter dem Durchschnitt aller Bundesländer (1346,8).
Experten gehen aber von vielen Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind zum Teil am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen — die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.
232 neue Corona-Infektionen wurden bis Montagmorgen erfasst, insgesamt sind es nun knapp 700.000 registrierte Infektionen in Berlin. Allerdings übermittelten nur zwei Bezirke neue Fälle. Wegen der eingeschränkten Tätigkeit der Gesundheitsämter an Wochenenden sind die Fallzahlen zum Wochenbeginn häufig niedriger. In der vergangenen Woche wurden – Montag ausgenommen – täglich mehrere Tausend Fälle gemeldet. 
Seit Beginn der Pandemie sind nach den Angaben zufolge bislang 4213 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Weitere Todesfälle wurden am Montag nicht gemeldet.
Die Zahl der Corona-Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen ins Krankenhaus kamen, lag laut dem Lagebericht des Senats bei durchschnittlich 22,3 und ist damit erneut etwas gesunken. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 14,6 Prozent, etwas weniger als an den Vortagen.
In Berlin befanden sich (Stand: Samstagmittag) 1174 Corona-Patienten in stationärer Behandlung, davon 173 auf Intensivstationen. Vergangenen Montag wurden (mit dem Stand vom Sonntag) rund 100 mehr Fälle in stationärer Behandlung insgesamt gemeldet (1284 Patienten), davon befanden sich 188 auf Intensivstationen. (dpa,Tsp)
Mehr zum Thema: Wer sind die Menschen, die jetzt auf den Intensivstationen behandelt werden müssen? So ist die Lage an der Berliner Charité. tagesspiegel

Berlin will Präsenzpflicht an Schulen zum 1. März wieder einführen

Tagesspiegel-Informationen zufolge plant der Berliner Senat die Wiedereinführung der Präsenzpflicht an Schulen zum 1. März. Demnach läuft die aktuell geltende und bis 28. Februar befristete Aufhebung der Präsenzpflicht aus. Ausnahmeregelungen in begründeten Einzelfällen sollen aber bestehen bleiben.
Über die Rückkehr zur Präsenzpflicht hinaus sind dem Vernehmen nach keine Änderungen an Berlins Schulen geplant. Sowohl die Maskenpflicht als auch das aktuell praktizierte Testregime von drei Tests pro Woche soll weiterhin gelten. Zwar sei eine Debatte dazu absehbar, Beschlüsse seien aber nicht vorgesehen, hieß es am Sonntag mit Blick auf die Senatssitzung am Dienstag. Änderungen an der derzeit geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung soll es generell vorerst nicht geben.

Weniger Neuinfektionen in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen am Sonntag stark zurückgegangen, die Inzidenz jedoch leicht gestiegen. Es gebe 3756 neue Fälle, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Samstag waren es noch 6676 und am Freitag 8037 neue Fälle. An den Wochenenden kann es aber zu verspäteten Meldungen an die Gesundheitsämter kommen, wodurch es Abweichungen bei den Zahlen geben kann.
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist hingegen leicht gestiegen auf 1669,3. Am Samstag war ein Wert von 1653,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen berechnet worden. Spitzenwerte als Corona-Hotspots sind weiter die Landkreise Barnim und Prignitz mit Werten von 2730,8 und 2340,5.
Aktuell werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 652 Covid-Patienten in Krankenhäusern stationär behandelt — davon 62 auf Intensivstationen. Der Anteil der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten stieg wieder auf 9,7 — nach 8,8 am Samstag. Er liegt aber weiter im grünen Bereich.
Seit Ausbruch der Pandemie sind 5133 Brandenburger mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Am Sonntag wurden 13 neue Todesfälle gemeldet. (dpa)

Corona-Inzidenz in Berlin weiterhin über 1000  

Die Corona-Inzidenz in Berlin liegt seit dem Wochenende wieder über 1000. Am Sonntag meldete der Senat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1111,2 — nach 1085,4 am Samstag. Vor dem Wochenende hatte der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, in der Hauptstadt noch bei 977,1 (Freitag) gelegen. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt trotz steigender Zahlen unter der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Diese lag am Sonntagmorgen laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 1346,3.

Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen — die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.
Nach dem Lagebericht des Berliner Senats wurde am Sonntag ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nach den Angaben bislang 4213 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.
Die Zahl der Covid-Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind, lag laut dem Lagebericht bei durchschnittlich 22,8 und damit etwas niedriger als am Samstag (23,1). Am Sonntag vor einer Woche lag der Wert bei 25,9. Das Signal der Berliner Corona-Warnampel zeigt weiterhin auf Rot. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 14,8 Prozent, etwas weniger als am Vortag (15,3) und auch als vor einer Woche (15,2). (dpa)

Neuinfektionen in Brandenburg gehen zurück

In Brandenburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zurückgegangen. 6676 Fälle sind gemeldet worden, teilte das Landesgesundheitsministerium am Samstag mit. Am Freitag waren es nach den Angaben noch 8037 neue Fälle. An den Wochenenden kann es aber zu verspäteten Meldungen an die Gesundheitsämter kommen.
Auch die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken: auf einen Wert von 1653,5 nach 1690,4 am Freitag. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist der erste, der unter 750 rutschte. Hier wurde 708,5 ermittelt. Spitzenwerte haben weiter die Landkreise Barnim und Prignitz mit einem Wert von 2825,8 und 2256,4 Infizierten auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.
Aktuell werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 669 Covid-Patienten in Krankenhäusern stationär behandelt, davon 62 auf Intensivstationen. Der Anteil der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten sank auf 8,8 nach 9,2 Prozent am Freitag und liegt damit im grünen Bereich.
Seit Ausbruch der Pandemie sind 5130 Brandenburger mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Am Samstag wurden 13 neue Todesfälle gemeldet. (dpa)

Inzidenz in Berlin wieder auf über 1000 gestiegen

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist wieder gestiegen. Sie lag laut dem Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bei 1085,4 und damit deutlich über dem Wert vom Freitag (977,1) und Donnerstag (1034,4). Die Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an.
Nach den Daten aus dem aktuellen Lagebericht des Berliner Senats wurden am Samstag sieben neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 den Angaben zufolge 4212 Menschen in Berlin an oder mit dem Virus gestorben.
Die Zahl der Covid-Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind, lag laut dem Lagebericht bei durchschnittlich 23,1 und damit etwas niedriger als am Freitag (23,8). Das Signal der Berliner Corona-Warnampel zeigt weiterhin auf Rot. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 15,3 Prozent, etwas mehr als am Vortag (15,0). (dpa)

Einmal Johnson & Johnson wird als Zweifach-Impfung anerkannt

Der Ausschluss von mit dem Johnson & Johnson-Vakzin nur einmal geimpften Bürgern vom vollständigen Impfschutzstatus ist rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Eilverfahren entschieden. Giffey positiv auf Corona getestet — keine SymptomeBerlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sie am Freitag auf Twitter mit. «Leider hatte nun auch ich einen positiven PCR-Test und begebe mich daher umgehend in Isolation. Bisher habe ich keine Symptome. Alls Termine in den kommenden Tagen finden, wenn möglich, als Telefon- oder Videokonferenz statt.»
Sie sei auf dem Weg zur Münchener Sicherheitskonferenz gewesen und habe kurz vor dem Eintreffen dort das positive Ergebnis ihres PCR-Tests erhalten, schrieb Giffey auf ihrem Instagram-Account. Am Samstag soll sie dort auf einem Podium mit den Bürgermeistern von Istanbul, Warschau Budapest sitzen. Ihren Auftritt dort habe Giffey abgesagt, sagte eine Senatssprecherin.

Am Vormittag hatte sich Giffey noch in der Senatskanzlei mit dem evangelischen Bischof Christian Stäblein getroffen. Das war der einzige Präsenztermin der Regierenden am Freitag, sagte eine Senatssprecherin. Am Mittwoch hatte die Regierende Bürgermeisterin an der Ministerpräsidentenkonferenz teilgenommen und saß bei der Pressekonferenz neben Bundeskanzler Olaf Scholz. 

Durch die Corona-Infektion würde Giffey an der nächsten Senatssitzung und der zweiten Sitzung des Berliner Wohnungsbündnisses nur per Videoschalte teilnehmen. Nach den aktuellen Corona-Regeln könnte sich die Regierende Bürgermeisterin, bleibt sie weiterhin symptomfrei, nach sieben Tagen freitesten.

Am Mittwoch hatte auch Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) erklärt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Anfang Februar hatte sich Verkehrssenatorin Bettina Jarasch mit dem Virus angesteckt. (Julius Betschka)

Nach Corona-Ausfällen: BVG und S-Bahn fahren nächste Woche wieder vollständig

Berlins Busse und Bahnen kehren ab kommender Woche schrittweise wieder zum Normalbetrieb zurück. Wegen Personalausfällen durch die Omikron-Welle hatten die Verkehrsunternehmen ihr Angebot zuvor eingeschränkt.

Impfpflicht in Kliniken und Pflege: Konsequenzen wohl erst Mitte Mai

Die von Mitte März geltende Impfpflicht gegen das Coronavirus für Beschäftigte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen wird in Brandenburg voraussichtlich erst Mitte Mai zu ernsten Konsequenzen führen. Das geht aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums zur Umsetzung der Impfpflicht in den Gesundheitsberufen hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach gibt es ein mehrstufiges Verfahren bis hin zum Verbot für weiterhin Ungeimpfte, Einrichtungen zu betreten. Berücksichtigt wird dabei, ob in einer Region die Versorgung gefährdet sein könnte.
Zunächst sollen die Einrichtungen bis Anfang April ungeimpftes Personal melden und die Auswirkungen bei einem Ausfall dieser Beschäftigten einschätzen. Dann bekommen Ungeimpfte eine Aufforderung vom Gesundheitsamt, innerhalb von drei Wochen einen Nachweis über Impfung oder Genesung beziehungsweise ein Attest zur Befreiung von der Impfpflicht vorzulegen. Geschieht das nicht, folgt eine zweite Mahnung mit Angeboten zur Beratung und Impfterminen. Erst dann könnte der Zugang zu Einrichtungen verboten werden.
Falls das Gesundheitsamt jedoch zu Beginn zu der Einschätzung kommt, dass in einer Region die Versorgung gefährdet sein könnte, greift ein sechswöchiges Moratorium. In dieser Zeit soll kein Verfahren eingeleitet werden. Weil währenddessen aber dennoch die Aufforderungen zu Stellungnahmen und zum Impfen an die Betroffenen herausgehen, soll sich das gesamte Verfahren bis zum Verbot nur um weitere drei Wochen verlängern.
Nach Angaben des Ministeriums haben sich die Impfquoten in den Pflege-Einrichtungen schon deutlich verbessert. So seien die Bewohner zu 92 Prozent vollständig geschützt, die Beschäftigten zu 88,2 Prozent. Eine besondere Verbesserung gab es bei den Dienstleistern: Dort stieg die Quote der vollständig Geschützten seit Januar von 60,9 Prozent auf jetzt mehr als 90 Prozent. (dpa)

Brandenburg lässt Vertrag zur Nutzung Luca-App auslaufen

Das Land Brandenburg hat seinen Vertrag zur Nutzung der Luca-App fristgemäß zum 31. März gekündigt. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Mit der App werden in der Corona-Pandemie Daten von Besuchern zum Beispiel in Geschäften und Gaststätten elektronisch erfasst und dann an Gesundheitsämter weitergeleitet.

Das Ministerium verwies nun auf die Ausbreitung der Omikron-Variante des Virus und eine sehr hohe Zahl an Neuinfektionen. Damit habe sich der Schwerpunkt der Kontaktnachverfolgung auf den Schutz gefährdeter Personengruppen und sensibler Einrichtungen verlagert. Die Regelungen zum Kontaktnachweis seien weitestgehend aufgehoben.
Damit entfalle auch die Pflicht zur Erfassung von Besucherdaten in Gaststätten oder in Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Konzerthäusern und Theatern. Die Luca-Daten würden nicht weiter benötigt. Nur in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens wie Krankenhäusern und Pflegeheimen müssten Besucherdaten weiter dokumentiert werden. (dpa)

Überregionale Impfzentren in Potsdam und Schönefeld schließen

Zwei überregionale Corona-Impfzentren in Schönefeld und Potsdam sollen nach Angaben des brandenburgischen Gesundheitsministeriums bis Ende Februar schließen. Die Impfzentren in der Potsdamer Metropolishalle und am Flughafen Schönefeld würden ihren Betrieb ab dem 27. Februar einstellen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Als Grund führt das Ministerium die geringe Nachfrage an.
Laut der Corona-Impfverordnung des Bundes müssen Impfzentren wirtschaftlich betrieben werden. Aus finanziellen Gründen seien darum „Schließungen von sehr großen Impfstellen erforderlich, wenn sie nahezu leer stehen“, teilte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit. Sie verwies darauf, dass sich Menschen weiterhin in rund 1600 Arztpraxen impfen lassen oder andere kommunale und mobile Impfangebote nutzen könnten.
Die Nachfrage in den Impfzentren war nach den Angaben vom Freitag in den vergangenen Wochen drastisch gesunken. Eigentlich könne man täglich rund 1000 Impfdosen in jedem der Impfzentren verabreichen, hieß es. Im Februar ließen sich demnach aber pro Woche nur etwa 1000 Menschen im Potsdamer Impfzentrum impfen, das Zentrum in Schönefeld soll nur auf wenige hundert Impfungen pro Woche gekommen sein. (dpa)
Mehr Nachrichten zur Corona-Pandemie in Potsdam und Brandenburg lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten:

180 Patienten auf Intensivstationen — Inzidenz fällt unter 1000

In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit Wochen wieder unter die Marke von 1000 gefallen. Der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung wies sie am Freitag mit 977,1 aus. Am Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen noch bei rund 1034,4, vor einer Woche bei knapp 1414. Damit befand sich der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) weiter deutlich unter dem Niveau des Bundesdurchschnitts (1371,7).
Allerdings ist die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen nicht mehr besonders aussagekräftig, da statt PCR-Tests in vielen Fällen Schnelltests reichen, um als positiv zu gelten — was dann aber nicht in die Statistik einfließt. Am Freitag meldete die Verwaltung 6686 Neuinfektionen — am Donnerstag waren es rund 8000, vor einer Woche mehr als 10.000.

Ein positiver Trend zeigt sich jedoch auch auf den Intensivstationen. Dort sind aktuell noch 180 Patienten wegen eines schweren Covid-19-Verlaufs in Behandlung — 2 weniger als am Vortag und 15 weniger als vor einer Woche. Lediglich 14 Betroffene sind noch auf eine ECMO-Versorgung angewiesen, also auf eine künstliche Lunge, die außerhalb des Körpers den Gasaustausch im Blut vornimmt — vor einer Woche waren es 27, zu Spitzenzeiten mehr als 30. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 15,0 Prozent.
Nach dem Lagebericht des Senats wurden am Freitag 30 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind den Angaben zufolge bislang 4205 Menschen in Berlin an oder mit dem Virus gestorben. tagesspiegel

Berlin lässt sich mit Lockerungen für Treffen von Geimpften und Genesenen Zeit

Der Berliner Senat will die Beschränkungen für private Treffen von Geimpften und Genesenen erst Anfang März aufheben — und damit später als von Bund und Ländern am Mittwoch vereinbart. Das berichtete der RBB am Donnerstag unter Berufung auf einen Sprecher des Senats. Demnach soll die dafür erforderliche Anpassung der Corona-Verordnung erst in der übernächsten Senatssitzung am 1. März beschlossen werden, sodass sie am 4. März in Kraft treten kann.
Zu diesem Datum sollte nach den Verabredungen der Bund-Länder-Runde bereits der zweite Lockerungsschritt erfolgen: die Umstellung von Gastronomie und Hotellerie auf die 3G-Regel, bei der Ungeimpfte bereits mit einem tagesaktuellen negativen Test Zugang erhalten, sowie die Öffnung von Diskotheken und Clubs nach der 2G-Plus-Regelung.

Bisher sind private Treffen von Geimpften und Genesenen auf eine Obergrenze von zehn Personen begrenzt. Schleswig-Holstein, Bayern und Rheinland-Pfalz heben die Beschränkung bereits in dieser Woche auf. Berlin hatte schon bei der Lockerung der Bestimmungen für den Einzelhandel auf die Bremse getreten und sie erst eine Woche nach Brandenburg vorgenommen — obwohl die Nachbarländer vereinbart hatten, parallel vorzugehen.
tagesspiegel

Eltern warten vergeblich auf Quarantänebescheinigungen

Mehrere große Kitaträger und Verbände haben am Mittwoch an die Gesundheitsämter appelliert, die Ausstellung von Quarantänebescheinigungen für die Arbeitgeber zu beschleunigen. Wenn Eltern sich dafür entschieden, mit ihrem Kind zu Hause zu bleiben,  brauchten sie „diesen Rückhalt, dass die Quarantäne ihres Kindes weiterhin ein guter Weg ist, um die Gesundheit der Familie zu schützen“.
Der Zusammenschluss, der aus dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Dachverband der Kinder- und Schülerläden sowie fünf großen Träger wie dem Deutschen Roten Kreuz besteht, veröffentlichte zudem das Ergebnis einer Abfrage zum Infektionsstand unter über 700 der 2800 Berliner Kitas. Demnach waren am Stichtag 10. Februar fast 200 der 700 befragten Einrichtungen von Gruppen-, Teil- oder Vollschließungen betroffen. Über 500 Kitas vermeldeten mindestens einen Infektionsfall.
Der Appell steht im Zusammenhang mit der Entscheidung des Senats, Kontaktpersonen von Infizierten in Kitas und Schule nicht mehr automatisch in die Quarantäne zu schicken. Stattdessen sollen sie sich täglich testen lassen, um bleiben zu können („Test to stay“). Dies gilt seit den Winterferien und kommt Eltern sehr entgegen, die dringend arbeiten müssen oder aus anderen Gründe keine Quarantäne wünschen. 
Aber es sollte für Eltern auch die Wahl geben, sich für die Quarantäne zu entscheiden, hatte der Senat betont. Diese Wahlfreiheit  ist allerdings gefährdet, wenn das zuständige Gesundheitsamt wegen Überlastung die benötigte Arbeitgeberbescheinigungen nicht ausstellen kann. Allein Treptow-Köpenick berichtete am Mittwoch über 10.000  unbearbeitete Meldungen positiver PCR-Test und  zusätzlich unzählige Bitten um Nachweise wie Quarantänebescheinigungen. (Susanne Vieth-Entus) Impfstätte in Spandau Arcaden soll Ende Februar schließen
„Die Impfstätte in den Spandau Arcaden, die zurzeit vom Land betrieben wird, wird leider zum Ende des Monats geschlossen. Wahrscheinlich werden am aktuellen Standort am 25.02.2022 die letzten Impfungen erfolgen“, erzählt Gesundheitsstadtrat Oliver Gellert, Grüne, jetzt dem Tagesspiegel-Newsletter für Spandau und kritisiert den Senat: «Grundsätzlich können wir nicht nachvollziehen, warum das Land die Impfstätte in den Arcaden schließt. Denn nach meinem Kenntnisstand waren die Impfzahlen bis heute gut. Bis zu 25% aller Impfungen waren Erstimpfungen und in der Folge dann Zweitimpfungen. Aus meiner Sicht hätte der Standort erhalten bleiben sollen, auch mit Blick auf die für einige Bevölkerungsgruppen anstehende vierte Impfung und ggf. für Impfungen die wir im Spätsommer oder Herbst benötigen könnten.“ 
Wie die Lage an Schulen ist und warum die Inzidenz innerhalb von einer Woche um 2500 (!) fallen kann, erklärt der Stadtrat hier im Tagesspiegel. (André Görke) «Letzte Impfung in den Arcaden am 25. Februar» Hier spricht der Stadtrat von Berlin-Spandau über Wechselunterricht, das Aus für die Impfstelle im Einkaufszentrum und Kritik am Senat. tagesspiegel

Bis zu fünf Prozent Mitgliederverlust bei Sportvereinen durch Corona

Zu Vereinen und den Folgen durch Corona äußerte sich der Sportamtschef von Berlin-Spandau, Frank Marufke, jüngst im Sportausschuss: 200 Vereine mit etwa 45.000 Sportlerinnen und Sportler gibt es in Spandau, die allermeisten Wassersportvereine: Segeln, Rudern, Kanu, Angeln. Und das ist entscheidend in der Coronakrise: „Die Vereine haben etwa vier bis fünf Prozent der Mitglieder durch Corona verloren, aber die Wassersportvereine sind weniger betroffen“, sagte Marufke. Das liegt auch daran, dass diese Sportarten länger an der frischen Luft stattfinden konnten – anders als Sportarten in engen Hallen. (André Görke)
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