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Coronavirus und der Hauptstadtregion : Rund 3000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Impflicht und Corona-Maßnahmen

Inzidenz in Berlin geht zurück, Brandenburg stagniert auf hohem Niveau + Berlin reduziert Zahl der Impfzentren + Der Corona-Blog.

Coronavirus und der Hauptstadtregion : Rund 3000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Impflicht und Corona-Maßnahmen

Seit Wochen demonstrieren in Berlin und Brandenburg Menschen gegen die Corona-Maßnahmen und besonders gegen eine Impfpflicht.Foto: Carsten Koall/dpa

Rund 3000 Menschen haben laut Polizei am Samstagnachmittag unter dem Motto „Friedlich zusammen“ in Berlin gegen eine allgemeine Impfpflicht und gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Polizei war nach Angaben einer Pressesprecherin mit 200 Einsatzkräften vor Ort. In Brandenburg wurden mehrere unangemeldete Versammlungen von der Polizei aufgelöst.  (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Inzidenz in Berlin sinkt auf 1324,7: rund 5400 Neuinfektionen
  • Wert bei 1778: Brandenburg mit bundesweit zweithöchster Inzidenz
  • Friseure, Anwesenheitslisten, PCR-Tests: Diese neuen Corona-Regeln gelten in Berlin.
  • Mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona-Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner.
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Coronavirus und der Hauptstadtregion : Rund 3000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen Impflicht und Corona-Maßnahmen

Corona-Zahlen in Berlin gehen zurück, Brandenburg stagniert auf hohem Niveau

Die Corona-Zahlen in Berlin sind abermals etwas zurückgegangen. Am Samstag meldete der Senat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1324,7, nach 1413,8 am Vortag. Das ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Abwärtstrend in Berlin hält seit einigen Tagen an, während die Inzidenz bundesweit noch etwas gestiegen ist. Das Robert Koch-Institut gab den bundesweiten Durchschnitt am Samstagmorgen mit 1474,3 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1472,2 gelegen

In Berlin wurden nach Angaben vom Samstag binnen 24 Stunden 5406 neue Corona-Fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie vor rund zwei Jahren infizierten sich in der Hauptstadt rund 645 000 Menschen. Drei Todesfälle kamen hinzu. Damit sind seit Beginn der Pandemie 4167 Menschen in Berlin an oder mit dem Virus gestorben.
Die Corona-Inzidenz verharrt derweil in Brandenburg auf hohem Niveau: Am Samstagmorgen lag der Wert nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 1778,1, nach 1784,4 am Vortag. Am Donnerstag betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche 1711,3. Den bundesweiten Durchschnittswert gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag mit 1474,3 an.
Brandenburg liegt damit im Ländervergleich an zweiter Stelle hinter Bayern. Der Landkreis Barnim hat mit 2773,0 bundesweit die zweithöchste Inzidenz hinter dem bayerischen Landkreis Eichstätt (3853,0)
638 Covid-Patienten müssen in Brandenburger Kliniken behandelt werden, davon 79 auf Intensivstationen. Das waren jeweils etwas mehr als am Vortag. Der Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten blieb nach Angaben des Gesundheitsministeriums wie am Vortag bei 11,0 Prozent und damit im gelben Bereich. Erst ab einem Wert von 20 Prozent würde die Ampel auf Rot springen.
Innerhalb von 24 Stunden registrierten die Gesundheitsämter 6860 neue bestätigte Corona-Fälle. Die meisten Neuinfektionen registrierte mit deutlichem Abstand der Landkreis Barnim mit 911, gefolgt von den Landkreisen Märkisch-Oderland mit 642 und Oberhavel mit 560. Vier weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie erhöhte sich dadurch auf 5079. (dpa) Kein Beitrag vorhanden
Mehrere Tausend demonstrieren in Berlin gegen Corona-Maßnahmen  Brandenburger Polizei löst unangemeldete Versammlungen auf 
Rund 3000 Menschen haben laut Polizei am Samstagnachmittag unter dem Motto „Friedlich zusammen“ in Berlin gegen eine allgemeine Impfpflicht und gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Angemeldet waren ebenfalls 3000 Teilnehmer. „Wir begleiten die Demo zurzeit mit 200 Einsatzkräften vor Ort“, sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag.
Die Demonstranten zogen vom Brandenburger Tor im Kreis durch Berlin-Mitte in Richtung Hauptbahnhof. Auf Plakaten wurden Slogans gezeigt wie „Pflege mit Herz, ohne Impfpflicht“, „Nur wer sich erhebt, kann sich wi(e)der setzen“ und „Freiheit statt Angst“. Politische Symbole waren laut dem Internet-Aufruf der Organisatoren auf der Demo „unerwünscht“.
Die Protestler fordern im Internet „die Anerkennung der natürlichen Immunität“, „ein Ende aller Maßnahmen“ und eine freie Impfentscheidung. Die Demonstration verlief nach Polizeiangaben vom Samstagnachmittag zunächst friedlich.
In Brandenburg an der Havel hat die Polizei erneut eine nicht angemeldete Demonstration aufgelöst. Vor der Versammlung am Samstag sei bekanntgeworden, dass wiederum zu einem „Spaziergang“ aufgerufen worden sei, ohne dies bei der Versammlungsbehörde anzumelden, teilte die Polizeidirektion West mit.
Die Polizei habe die Demonstranten vergeblich aufgefordert, einen Versammlungsleiter zu benennen, berichtete die Behörde. Da sich die Teilnehmer trotz Aufforderungen auch nicht an die Corona-Auflagen mit Maskenpflicht und dem Einhalten von Abständen gehalten hätten, sei die Versammlung aufgelöst worden. Gegen mehrere Personen seien Platzverweise ausgesprochen und zwei Teilnehmer seien in Gewahrsam genommen worden. Gegen eine Person, die sich der Feststellung der Identität widersetzt habe, sei Strafanzeige erstattet worden.
Auch in Cottbus wurden von der Polizei am Abend mehrere Personengruppen festgestellt. Die Menschen seien mehrfach aufgefordert worden, die Versammlungen zu beenden und auseinander zu gehen, berichtete ein Polizeisprecher. Eine Gruppe habe sich geweigert, daraufhin hätten die Beamten begonnen, die Identitäten der Teilnehmer festzustellen. Nach Angaben eines dpa-Reporters wurde eine Gruppe von mehreren Dutzend Menschen von den Beamten eingekesselt. Der Einsatz der Polizei dauerte am Abend noch an. In Cottbus herrscht noch bis Sonntag ein generelles Verbot nicht angemeldeter Versammlungen.
Bereits am vergangenen Mittwoch hatte die Polizei in Brandenburg/Havel eine nicht angemeldete Demonstration aufgelöst. Daraufhin war es zu Auseinandersetzungen gekommen, bei denen fünf Beamte und zwei Demonstranten verletzt wurden. (dpa)

„WirWerdenLaut“: Schülersprecher übergeben Petition an Ministerin und fordern mehr Schutz vor Corona

Einen besseren Schutz vor der Corona-Pandemie in Schulen haben Schülervertreter bei einem Treffen mit Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) gefordert. Die Situation in den Schulen sei unerträglich geworden, heißt es in der Online-Petition der Initiative „WirWerdenLaut“, die bis Freitag von mehr als 134.000 Unterstützern unterschrieben wurde. Zwei Berliner Schülersprecher überreichten die Unterschriftenlisten auf einem USB-Stick am Freitagnachmittag bei dem Gespräch mit Stark-Watzinger in ihrem Ministerium.

Die Initiatoren der Petition warnen, es sei davon auszugehen, dass die aktuelle Corona-Welle nicht die letzte ist und fordern Vorbereitungen für den Herbst und die Zeit danach. Zu den Erstunterzeichnern der Anfang Februar gestarteten Petition gehören mehr als 100 Schülervertreter aus ganz Deutschland. Einer der Initiatoren ist Anjo Genow, Schulsprecher am Otto-Nagel-Gymnasium in Berlin-Biesdorf, der zu dem Gespräch mit der Bildungsministerin eingeladen war.
Die Initiative verlangt unter anderem Luftfiltergeräte für alle Unterrichts- und Aufenthaltsräume, kleinere Lerngruppen, die Aufhebung der Präsenzpflicht und mehr Unterstützung für Kinder im Distanzunterricht. Außerdem setzt sie sich für PCR-Pool-Tests statt Schnelltests, kostenlose FFP2-Masken für alle Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte sowie eine Aufstockung des pädagogischen und schulpsychologischen Personals ein. (dpa)

Knapp drei Prozent der Schüler positiv auf Corona getestet

In Brandenburg ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit positivem Corona-Test gesunken. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag waren es zuletzt rund 8850 und somit knapp drei Prozent, in der Woche vor den Ferien dagegen vier Prozent. Elf Lerngruppen gingen demzufolge in Quarantäne, in der Woche vor den Ferien waren es 51. 
Laut Ministerium wurden 970 Lehrkräfte positiv getestet (3,92 Prozent); in der Woche vor den Ferien lag der Anteil bei 3,03 Prozent. 1281 Lehrkräfte sind derzeit in Quarantäne (5,18 Prozent); vor den Ferien hatten sich 4,6 Prozent in häusliche Isolation begeben. 
Die Hospitalisierungsinzidenz betrug bei Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren 5,6 (Vorwoche: 7,4). Sie gibt an, wie viele Covid-Kranke je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind.
In Brandenburg gibt es rund 298.000 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 25.000 Lehrkräfte an 923 Schulen. (dpa)

Elternvertreter kritisieren Testpraxis in Kitas

Elternvertreter haben die aktuelle Praxis bei den Corona-Tests in Berliner Kindertagesstätten kritisiert. Das „Test-to-stay“-Verfahren sei unter den derzeitigen Bedingungen nicht tragbar, teilte der Landeselternausschuss Kitas am Freitag mit. Kinder und Beschäftigte können in Berlin weiter in der Einrichtung bleiben, auch wenn sie Kontaktpersonen eines positiv getesteten Covid-19-Falles in ihrer Kita-Gruppe sind.
Gleichzeitig gibt es tägliche Tests, um Infektionen möglichst schnell zu entdecken. Die Elternvertreter kritisierten, das Verfahren sei für Schulen entwickelt worden, wo — anders als in den Kitas — Maskenpflicht gelte, was eine Voraussetzung dafür sei. „Die Senatsverwaltung führt ein Verfahren ein, für welches die Voraussetzungen in Kitas nicht gegeben sind.“
Im Vergleich zu den Schulen bestehe in den Kitas damit eine viel höhere Infektionsgefahr, die nicht kommuniziert werde. Eltern würden in falscher Sicherheit gewogen. „Das scheint als Preis für die versprochene Offenhaltung der Kindertagesstätten von der Senatsverwaltung einfach hingenommen zu werden.“
Laut dem Elternausschuss erreichten ihn zahlreiche Meldungen über Lolli-Tests, die falsche negative Ergebnisse geliefert hätten; ein PCR-Test sei anschließend positiv ausgefallen. Die Elternvertreter kritisierten, die verwendeten Tests seien nur bei hoher Virenlast zuverlässig. Gleichzeitig gebe es aus zahlreichen Kitas die Rückmeldung, dass noch immer keine Lolli-Tests zur Verfügung stünden. (dpa)

Berlin sucht die Exit-Strategie

Kommende Woche berät der Berliner Senat mit Experten, wie ein Ausstieg aus den Corona-Einschränkungen aussehen kann. Auch der Charité-Virologe Christian Drosten nimmt an der Sitzung teil. Ist die Zeit reif für Lockerungen?

Experte: BA.2 in Berlin schon vorherrschend

Der ansteckendere Subtyp der Omikron-Variante könnte in Berlin nach Ansicht von Wissenschaftlern schon dominieren. Hinweise lieferte das Abwasser.

Berlin reduziert Zahl der Impfzentren – Standort Karlshorst schließt am Sonntag

Die Zahl der Corona-Impfzentren in Berlin wird reduziert. Das Zentrum Trabrennbahn Karlshorst wird an diesem Sonntag letztmalig geöffnet sein, teilte die Gesundheitsverwaltung am Freitag mit. Über die Zukunft anderer Zentren liefen derzeit Verhandlungen mit allen Beteiligten, die noch nicht abgeschlossen seien.
Die Auslastung der Impfzentren ging im Januar im Vergleich zu den Vormonaten deutlich zurück. Sie lag in dem Monat bei 39 Prozent nach jeweils knapp 80 Prozent im November und Dezember. Angesichts dieser Entwicklung erwägt der Senat nach RBB-Recherchen, die Zahl der landeseigenen Impfeinrichtungen auf fünf zu reduzieren. Von den bisher 23 mobilen Impfteams sollten zwölf erhalten bleiben, berichtete der Sender unter Berufung auf „Gesundheitskreise“.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin, Mario Czaja, warnte in der RBB-„Abendschau“ am Donnerstag davor, zu viele Impfstellen zu schließen. „Das kostet Geld, Infrastruktur vorzuhalten wie bei einer Feuerwehr, aber die würde man ja auch nicht abschaffen, nur weil momentan kein Haus brennt“, sagte Czaja. Man brauche auch weiterhin eine Impf-Infrastruktur, weil man nicht wisse, wie sich die Pandemie noch entwickeln werde. (dpa)

Inzidenz in Berlin sinkt auf 1413,8 — rund 10.200 Neuinfektionen

In Berlin ist die Corona-Inzidenz weiter gesunken, befindet sich aber noch immer auf hohem Niveau. Die Gesundheitsverwaltung meldete am Freitag in ihrem Lagebericht einen Wert von 1413,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Damit ist die Inzidenz gegenüber den Vortagen weiter zurückgegangen. Gestern wurde noch eine Inzidenz von rund 1496 gemeldet, am Mittwoch 1565. Am Freitag vor einer Woche lag der Wert bei 1803,4.
10.164 Corona-Neuinfektionen sowie fünf weitere Todesfälle wurden gemeldet. Alle Bezirke verzeichnen Inzidenzwerte über 1000, wobei Marzahn-Hellersdorf den höchsten Wert (1754,3) meldete, Neukölln den niedrigsten (1038,0). 
In stationärer Behandlung befanden sich (Stand: Donnerstagmittag) 1286 Corona-Erkrankte, davon wurden 195 intensivmedizinisch versorgt.
Die Hospitalisierungsinzidenz stieg am Freitag auf 26,6 (Donnerstag: 25,5), der Anteil der benötigten Plätze auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten bleib mit 15,9 Prozent unverändert.

Corona-Inzidenz in Brandenburg erneut gestiegen

Die Corona-Inzidenz in Brandenburg ist erneut gestiegen. Am Freitagmorgen lag der Wert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 1784,4. Einen Tag zuvor lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche noch bei 1711,3. Nach Bayern (1811,4) ist Brandenburg aktuell das Bundesland mit der zweithöchsten Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland. Den bundesweiten Durchschnittswert gab das RKI am Freitag mit 1472,2 an.
Innerhalb von 24 Stunden registrierten die Brandenburger Gesundheitsämter 9941 neue bestätigte Corona-Fälle. Die höchsten Inzidenzen im Land verzeichneten am Freitagmorgen der Landkreis Barnim mit 2613,4 und der Landkreis Uckermark mit 2531,1. Vier Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie erhöhte sich dadurch auf 5075. (dpa)

Senat erwägt Schließung vieler Impfeinrichtungen

Der Senat überlegt, die Zahl der landeseigenen Impfeinrichtungen zu reduzieren. Das berichtet der Rbb unter Berufung auf Gesundheitskreise. Geschlossen werden sollen demnach die Stellen auf der Trabrennbahn Karlshorst, im Freizeitforum Marzahn, bei Ikea in Tempelhof und in den Spandauer Arcaden, ebenso in der Messehalle. Damit würde die Kapazität für Impfungen von bisher 17.000 auf dann gut 3600 pro Tag sinken. Zuletzt waren die Impfzentren nach Senatsangaben zu weniger als 50 Prozent ausgelastet.

Erziehungsgewerkschaft kritisiert Testregeln an Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die seit Montag geltenden neuen Regeln für Corona-Tests an Berlins Schulen. Vor allem die Vorgabe, dass sich infizierte Schülerinnen und Schüler nach fünf Tagen Isolation in der Schule freitesten können, sei problematisch, sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann am Donnerstag.
«Diese Regelung muss unverzüglich zurückgenommen werden», sagte er. Wenn infizierte Personen nach nur fünf Tagen Isolation ohne ein qualifiziertes Testergebnis die Schulen betreten, erhöhe das die Infektionsrisiken für Lehrkräfte, Mitschüler und ihre Familien. «Das Freitesten von infizierten Personen sollte nicht im Schulkontext, sondern durch qualifiziertes Personal in einem Testzentrum erfolgen», sagte Erdmann.
Nach Einschätzung der GEW soll für infizierte Schüler zudem eine mindestens siebentägige Isolationszeit gelten. Das ist derzeit nur im direkten Anschluss an Ferienzeiten vorgesehen.
Kritisch bewertet die GEW laut Erdmann auch das «Test to stay»- Verfahren für Kontaktpersonen infizierter Schüler. Solange deren tägliche Selbsttests nicht positiv sind und keinerlei Symptome auftreten, müssen diese nicht in Quarantäne.
«Es ist schwer nachzuvollziehen, dass allein auf Basis der von den Kindern durchgeführten Selbsttests die Notwendigkeit der Quarantäne aufgehoben wird», meinte Erdmann. «Eine Nachtestung mit einem zertifizierten Schnelltest in einem Testzentrum müsste mindestens erfolgen.» (dpa)

Auch Linke mahnt zu Zurückhaltung bei Corona-Lockerungen

Auch die Berliner Linke mahnt zur Zurückhaltung bei der Aufhebung von Corona-Maßnahmen. «Mit etwas Glück sind wir auf dem Scheitelpunkt, wir wissen aber nicht, wo wir gerade stehen«, sagte Vize-Fraktionschef Tobias Schulze am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. 
Schulze verwies darauf, dass noch «sehr sehr viele gefährdete und vulnerable Personen in der Gesellschaft» leben, die nicht geimpft seien oder sich nicht impfen lassen könnten und dementsprechend geschützt werden müssten. Besonders betroffen seien in Gemeinschaftsunterkünften untergebrachte Menschen, also Obdach- und Wohnungslose sowie Geflüchtete. «Diese müssen wir in den Blick nehmen, eine unkontrollierte Verbreitung darf keine Option sein», sagte Schulze.

Grüne Gesundheitsexpertin: Keine voreiligen Schlüsse fassen

Die Grüne-Gesundheitsexpertin Catherina Pieroth ruft dazu auf, angesichts der derzeit unklaren Coronalage keine voreiligen Beschlüsse zu fassen. Ob der Scheitelpunkt der aktuellen Corona-Welle bereits erreicht ist, sei nicht sicher, sagte Pieroth am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. Sie rief dazu auf, an der Impfstrategie festzuhalten und das angekündigte aufsuchende Impfen in jedem Bezirk auch umsetzen. Das Präsenzangebot in Kita und Schule müsse aufrecht erhalten bleiben, sagte Pieroth weiter.

SPD-Gesundheitsexpertin warnt vor zu hohen Erwartungen bei Corona-Lockerungen

Vor dem Hintergrund einer einsetzenden Debatte über die Lockerung von Corona-Regeln hat die SPD-Gesundheitsexpertin Bettina König vor allzu hohen Erwartungen gewarnt. «Die Zeit für umfassende Lockerungen ist noch nicht da«, sagte König am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Sie begründete ihre Haltung mit der Unklarheit darüber, ob und wann der Scheitelpunkt der Pandemie wirklich erreicht ist und wie mild «die sogenannten milden Verläufe wirklich sind».

König plädierte dafür, Entscheidungen zum weiteren Vorgehen in  der Pandemie transparent zu treffen. «Es darf nicht passieren, dass die Menschen die Entscheidungen der Politik nicht mehr verstehen«, sage König.

Giffey schließt Lockerungen in der Gastronomie aus

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) schließt eine Abschaffung der derzeit geltenden 2G-Regel in der Gastronomie zum jetzigen Zeitpunkt aus. «Wir werden am Dienstag nicht für die Gastronomie eine ähnlich lautende Regelung treffen», sagte Giffey am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus mit Bezug auf die Ankündigung, unter anderem im Einzelhandel die 2G-Regelung abzuschaffen. Giffey begründete die Position damit, dass in der Gastronomie anders als beispielsweise im Einzelhandel eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken «nicht umsetzbar» sei.

Zuvor hatte Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) dem Tagesspiegel-Newsletter «Checkpoint» erklärt: „Wir wollen im Senat eine kohärente Entscheidung treffen, die nicht nur für den Einzelhandel gilt – auch, wenn dieser besonders laut für eine Abschaffung der 2G-Regel getrommelt hat. Wir wollen auch den Tourismus einbeziehen, also Museen, Galerien und andere Einrichtungen.“

Berliner Senat will über Exit-Strategie beraten

Kommt nun der Anfang vom Ende? Kommenden Dienstag berät der Senat mit Experten eine „Exit-Strategie“ zu den Anti-Corona-Maßnahmen. 2G soll weitgehend fallen. Aus dem Checkpoint von Lorenz Maroldt.

Corona-Inzidenz in Brandenburg steigt auf 1711

Die Corona-Inzidenz in Brandenburg ist deutlich gestiegen. Der Wert lag am Donnerstagmorgen bei 1711,3. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). In den vergangenen Tagen hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 1654 und 1660 gelegen. Vor gut einer Woche hatte die Wochen-Inzidenz den Angaben zufolge noch 1463 betragen.
Innerhalb eines Tages registrierten die Gesundheitsämter mit 10.378 neu bestätigten Corona-Fällen den bisherigen Rekordwert. Die höchsten Inzidenzwerte wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den Landkreisen Uckermark mit 2514,2, Barnim 2339,6 und Prignitz mit 2259,0 berechnet. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 seit Pandemiebeginn erreichte einen Wert von 5071 (+16).
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind rund 1,7 Millionen Menschen in Brandenburg vollständig geimpft (Quote: 67,8 Prozent), bislang 1,2 Millionen erhielten eine Auffrischimpfung (Quote: 48,0 Prozent). (dpa)
Mehr zur Corona-Pandemie in Potsdam und Brandenburg lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten: tagesspiegel

Inzidenz in Berlin sinkt unter 1500 – rund 11.500 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist erneut gesunken und liegt nun unter 1500. Die Gesundheitsverwaltung meldete am Donnerstag in ihrem Lagebericht 1495,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Damit bleibt der Wert weiterhin hoch, ist aber gegenüber den Vortagen gesunken. Am Mittwoch lag er bei rund 1565, am Dienstag bei 1640, am Donnerstag vor einer Woche bei 1790.
Die Gesundheitsverwaltung registrierte 11.467 Neuinfektionen sowie zwölf weitere Todesfälle. In stationärer Behandlung befanden sich (Stand: Mittwochmittag) 1277 Corona-Erkrankte, 193 wurden intensivmedizinisch versorgt.
Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 25,5 (Mittwoch: 25,4). Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen ist leicht auf 15,9 Prozent gesunken, am Vortag lag er bei 16,6 Prozent.
77,1 Prozent der Berliner sind nach den Daten des Robert-Koch-Instituts (Stand: Mittwoch) mindestens einmal geimpft. 76,7 Prozent sind vollständig geimpft. Mehr als die Hälfte (55,8 Prozent) hat zudem eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Inzidenz in Berlin sinkt auf 1564,9 – weitere 12.300 Neuinfektionen

In Berlin ist die Corona-Inzidenz erneut gesunken, bleibt aber weiter hoch: Die Gesundheitsverwaltung meldete am Mittwoch in ihrem Lagebericht 1564,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag hatte der Wert bei 1640,4 gelegen. Am Mittwoch vor einer Woche wurde eine Inzidenz von 1693,9 gemeldet.
12.302 Neuinfektionen sowie sieben weitere Todesfälle registrierte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch.
Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 25,4, der Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten bei 16,6 Prozent. In stationärer Behandlung befanden sich (Stand: Dienstagmittag) insgesamt 1278 Corona-Patienten, davon wurden 199 intensivmedizinisch betreut.  Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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