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Fenster morsch, Fassade bröckelt, Unterricht im Moder-Keller | Berliner Gymnasium ist totale Bruchbude

Fenster morsch, Fassade bröckelt, Unterricht im Moder-Keller  |  Berliner Gymnasium ist totale Bruchbude

Das Gymnasium am Europasportpark wartet dringend auf eine Sanierung. Diese ist erst für 2027 geplant und soll 23,75 Millionen Euro kosten

Foto: Olaf Selchow Teilen Twittern Senden Von: Sara Orlos Fernandes 20.09.2022 — 14:33 Uhr

Die maroden Fenster sind zugenagelt, die Fassade bröckelt und der Weg vor der Schule ist zum Schutz vor herabstürzenden Bauteilen überdacht. Denn aus dem Gymnasium ist schon ein Fenster aus dem Rahmen gebrochen.

Berlin – Eltern kämpfen seit Jahren für eine Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums am Europasportpark. Doch die Behörden zögern diese hinaus. Die Schule muss bis 2027 auf die überfällige Sanierung warten.

„So lange wird das Gebäude nicht überleben. Hier zur Schule zu gehen, ist eine Gefahr für Leib und Leben“, sagt Generalelternvertreter André Mors (54).

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Dieser Schulweg soll 770 Schüler vor herabstürzenden Fensterteilen schützen

Foto: Olaf Selchow

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Die Sanierung der Schule soll erst ab 2027 beginnen

Foto: Olaf Selchow

Geplant waren die Bauarbeiten bereits für die Finanzierungsrunde von 2014 bis 2018. „Für das laufende Investitionsprogramm 2024–26 hat der Bezirk das Gymnasium erneut für eine Komplettsanierung angemeldet“, sagt Bezirksstadträtin Dominique Krössin (Linke).

Wann welche Schule saniert wird, entscheidet aber der Senat. Laut Finanzverwaltung kann die Sanierung des Gymnasiums erst 2027 beginnen. Das Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium bekommt Vorrang. Doch warum?

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Max (15) aus der 10. Klasse: „Die Fenster müssen auf jeden Fall neu gemacht werden. Es ist riskant. Wenn im Herbst ein Sturm kommt, dann fliegen die Fenster raus“

Foto: Olaf Selchow

Ein Sprecher der Bildungsverwaltung sagt: „Für diese Schule wurden nach Angaben des Bezirks die Bauunterlagen erst verzögert beigebracht, sodass die Nachbarschule vorgezogen wurde.“

Vom Bezirk heißt es wiederum, der Bildungssenat habe anderthalb Jahre für die Genehmigung des Bedarfsprogramms gebraucht. „Es ist ein typisches Verwaltungsversagen“, sagt der Vater eines Schülers.

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