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Gewohnte Bescheidenheit trotz Platz eins : Der SC Freiburg grüßt von der Tabellenspitze

Der SC Freiburg steht nach fünf Spielen auf Platz eins der Bundesliga-Tabelle. Für Trainer Christian Streich ist das aber nur eine Momentaufnahme.

Gewohnte Bescheidenheit trotz Platz eins : Der SC Freiburg grüßt von der Tabellenspitze

Die eins steht. Christian Streich ist mit Freiburg Tabellenführer.Foto: Imago/Kirchner-Media

Christian Streich denkt nicht lange über seine Antwort nach. Wie er die Tabelle nach dem Sieg über Leverkusen betrachten würde, lautete die Frage. „Die Tabelle interessiert mich nicht, es ist eine schöne Momentaufnahme“, antwortet der Cheftrainer des SC Freiburg trocken.

Nach dem 3:2-Auswärtssieg über Leverkusen am Samstag stehen die Breisgauer an der Tabellenspitze mit zwölf Punkten. Weil die Konkurrenz aus München und Berlin im direkten Duell remis spielte, wird das auch erst einmal so bleiben bis zum nächsten Spieltag. Trotzdem zeigt sich Streich gewohnt bescheiden und warnt vor der Dreifachbelastung mit Bundesliga, Pokal und Europa League in den kommenden Monaten.

„Wir spielen am Donnerstag Europapokal, das ist außergewöhnlich für uns als Verein. In einem Jahr, in dem du Europapokal spielst, geht es darum, gute Spiele im Europapokal zu machen und den SC Freiburg in der Bundesliga zu halten. Das ist unser großes Ziel“, sagt Streich. „Wenn uns das gelingt, wäre das ein schönes und ein gutes Jahr. Wir haben jetzt zwölf Punkte, das interessiert mich nach fünf Spielen, das ist herausragend.“

Gegen Leverkusen tat sich der Sportclub lange schwer und geriet verdient in Rückstand in der ersten Hälfte. Durch eine Systemumstellung zur zweiten Halbzeit und die Einwechslung von Neuzugang Ritsu Doan für den verletzten Manuel Gulde, fanden die Freiburger durch die deutlich offensivere Ausrichtung besser ins Spiel. Prompt fiel der Ausgleichstreffer durch Matthias Ginter drei Minuten nach dem Wiederanpfiff.

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Das Kopfballtor von Ginter war bereits das fünfte Standardtor in dieser Spielzeit. Das ist nichts Neues bei den Freiburgern, die bekannt sind für ihre Stärke bei ruhenden Bällen. „Es war einstudiert und es hat funktioniert. Es hilft uns enorm, dass wir das seit Jahren üben und wir auch eine Kontinuität an Spielern haben, die das seit Jahren gemeinsam einüben,“ sagt Streich.

Damit meint er Spieler wie Kapitän Christian Günter, Vincenzo Grifo oder Nicolas Höfler, die regelmäßig Vorlagen auf diese Art geben oder auch mal selbst treffen. Hinzu kommt die Effektivität der Freiburger in dieser Saison, die auch in Leverkusen mit drei Toren aus drei Chancen der Schlüssel zum Erfolg war.

Vor dieser Saison musste Freiburg anders als sonst so oft keine Abgänge wichtiger Stammspieler kompensieren. Gleichzeitig funktionieren die Zugänge, was ebenfalls eine Stärke der Freiburger ist, die es immer wieder schaffen, neue Spieler schnell zu integrieren. Es ist kein Zufall, dass mit Ginter, Michael Gregoritsch und Doan gleich drei Neuverpflichtungen in Leverkusen trafen.

Freiburg ist mittlerweile für viele junge Spieler attraktiv

Mittlerweile hat Freiburg auch ein anderes Standing auf dem Transfermarkt, gilt als beliebte Adresse für junge Spieler und kann es sich mittlerweile auch erlauben, Talente wie Kevin Schade zu behalten und dafür Angebote von über 20 Millionen aus England auszuschlagen.

Letztlich weiß Freiburgs Trainer das Ergebnis aber auch richtig einzuordnen: „Insgesamt war es ein glücklicher Sieg, weil Leverkusen mehr Chancen hatte. Aktuell läuft es für uns ergebnistechnisch. Wir haben die letzten drei Spiele teilweise gut gespielt, teilweise äußerst durchwachsen und haben aber alle drei Spiele gewonnen.“ Die Freiburger stehen also verdient auf Platz eins, denn am Ende muss es nicht immer der schönste Fußball sein, um drei Punkte zu holen.

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