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Großbrand im Berliner Grunewald : Spezialgerät eingetroffen – Avus bleibt gesperrt, Zugverkehr unterbrochen

Flächenbrände um Sprengplatz weitgehend gelöscht + Feuerwehr rückt bis auf 500 Meter heran + Sprengmeister soll Platz im Panzer erkunden + Der Blog zum Brand.

Großbrand im Berliner Grunewald : Spezialgerät eingetroffen – Avus bleibt gesperrt, Zugverkehr unterbrochen

Rauch über der Einsatzleitstelle: Am Donnerstag brannte es auf dem Sprengplatz der Polizei im Grunewald.Foto: dpa / Kay Nietfeld

Auch mehr als einen Tag nach Ausbruch eines Feuers und mehreren Explosionen auf einem Sprengplatz der Polizei im Berliner Grunewald zur Kampfmittelbeseitigung dauern die Löscharbeiten an. Über Nacht traf weiteres Spezialgerät ein. Die Feuerwehr rückte bis auf 500 Meter an den Sprengplatz heran. Die Flächenbrände drumherum konnten weitgehend gelöscht werden. Der Sprengmeister der Polizei soll sich nun mit einem Bundeswehr-Panzer dem Platz nähern. Die Autobahn Avus bleibt vorerst gesperrt. S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr der Bahn sind ebenfalls unterbrochen bzw. werden umgeleitet. (Mehr unten im Liveblog.)

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Großbrand im Berliner Grunewald : Spezialgerät eingetroffen – Avus bleibt gesperrt, Zugverkehr unterbrochen

Spezialgerät eingetroffen – Avus bleibt gesperrt, Zugverkehr unterbrochenBeim Großbrand im Berliner Grunewald dauern die Löscharbeiten auch am Freitag an. Am Morgen kommt es weiterhin zu erheblichen Einschränkungen des Verkehrs im Südwesten der Hauptstadt. Die Autobahn Avus (A115) bleibt zwischen Dreieck Funkturm und Kreuz Zehlendorf vorerst gesperrt. Auch der Zugverkehr ist mindestens bis zum Mittag noch von dem Waldbrand beeinträchtigt.
Die Linie S7 der S-Bahn bleibt zwischen den Stationen Grunewald und Wannsee unterbrochen. Zwischen Wannsee (Abfahrt 13, 33, 53) und Potsdam Hauptbahnhof (Abfahrt 01, 21, 41) besteht nur ein 20-Minuten-Takt. Zur Umfahrung des gesperrten Abschnitts empfiehlt die S-Bahn zwischen Friedrichstraße und Wannsee die Linie S1, zwischen Westkreuz und Schöneberg die Linien S41, S42 und S46 sowie zwischen Schöneberg und Wannsee die Linie S1. Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann wegen der weiträumigen Straßensperrungen nicht eingerichtet werden.
Auch die Züge des Regional- und Fernverkehrs sind nach Bahnangaben zwischen Charlottenburg und Wannsee/Potsdam Hauptbahnhof unterbrochen. Einzelne Züge im Fernverkehr müssen umgeleitet werden und können nicht in Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof halten. Verspätungen entstehen laut Bahn aufgrund der Umleitung nicht. Die Streckensperrung soll voraussichtlich bis 12 Uhr bestehen bleiben, hieß es. «Dann wird durch die Einsatzleitung vor Ort eine neue Entscheidung getroffen.»
Das Feuer hat sich aber in der Nacht zum Freitag nicht über den Sperrkreis hinaus ausgebreitet. „Die Brände konnten innerhalb der Ringstellung gehalten werden“, teilte die Feuerwehr am Morgen auf Twitter mit. In der Nacht sei weitere Spezialtechnik eingetroffen, die bei der Erkundung der Sperrzone helfen könne. Dabei handele es sich um drei ferngesteuerte Roboter, die tiefer ins Gebiet vordringen könnten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch gepanzerte Fahrzeuge, die löschen könnten, seien gebracht worden. Das Hauptproblem sei weiterhin der Sprengplatz. „Wir müssen damit rechnen, dass es weiter zu Detonationen und zum Trümmerflug kommt.“ Die Feuerwehr habe die ganze Nacht hindurch gearbeitet. Die Einsatzkräfte hatten am Donnerstag rund um den Sprengplatz, auf dem das Feuer ausgebrochen war, einen Sperrkreis von rund 1000 Metern gezogen. Am frühen Donnerstagmorgen waren über längere Zeit Explosionen zu hören — von der Polizei eingelagertes Feuerwerk, Munition und Bomben gingen in die Luft. Der Brand weitete sich im Lauf des Tages in dem knochentrockenen Waldgebiet noch deutlich aus.
Am späten Donnerstagnachmittag gab es innerhalb der Sicherheitszone die ersten Löscharbeiten. Einsatzkräfte hatten die angrenzenden Waldgebiete bewässert, um ein Ausbreiten der Flammen zu erschweren. Der Einsatz eines mit Kameras ausgestatteten und ferngesteuerten Spezialroboters der Bundeswehr, mit dem die Lage auf dem Sprengplatz erkundet werden sollte, musste am Abend abgebrochen werden. (mit dpa) Kein Beitrag vorhanden

Große Teile des Feuers gelöscht – Sprengmeister soll mit Bundeswehr-Panzer Platz erkunden

Große Teile des Feuers im Grunewald sind mittlerweile gelöscht — der Sprengplatz vor Ort ist laut Feuerwehr aber weiterhin ein großes Problem. In der Nacht habe die Feuerwehr die Flächenbrände im Umkreis des Platzes bekämpft. „Diese Brände sind seit heute Morgen nahezu gelöscht“, sagte Feuerwehrsprecher Kirstein. Nur vereinzelt gebe es am Boden noch Glutnester und kleinere Feuer. Gebrannt hatte es demnach insgesamt auf einer Fläche von etwa 42 Hektar.
Ziel sei es, am Vormittag ein genaueres Lagebild von dem Sprengplatz zu erhalten, sagte Kirstein nach der Lagebesprechung von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr am Morgen. Der Sprengmeister der Polizei soll in einem Panzerfahrzeug der Bundeswehr an den Sprengplatz ranfahren und von der Außengrenze einen ersten Eindruck gewinnen und eine Einschätzung abgeben. Dieser Plan sei am Donnerstagabend abgebrochen werden. (dpa)

Großbrand im Berliner Grunewald : Spezialgerät eingetroffen – Avus bleibt gesperrt, Zugverkehr unterbrochen

Die Bundeswehr hat einen Bergepanzer bereitgestellt.   Bild: dpa/Christophe Gateau

Feuerwehr: Zwei Brandschwerpunkte 

Feuerwehrsprecher Kirstein zufolge gibt es zwei Brandschwerpunkte, teilte ein Sprecher der Feuerwehr auf Nachfrage mit. Den Sprengplatz habe man nach wie vor nicht begehen können. Die Flächen- und Waldbrände in dem 1000 Meter großen Sperrkreis habe man hingegen sehr gut bekämpfen können. An vereinzelten Stellen gebe es noch Glutnester und Brände im kleineren Bereich. «Wir werden weiter massiv Löschmaßnahmen im Wald durchführen.» 

Großbrand im Berliner Grunewald : Spezialgerät eingetroffen – Avus bleibt gesperrt, Zugverkehr unterbrochen

Spezialgerät angefordert

Die Einsatzkräfte wollen sich ein genaueres Bild von der Lage auf dem Sprengplatz verschaffen, teilt der Sprecher mit. Dafür habe man Fachtechnik von einer Firma aus Niedersachsen angefordert. Die gepanzerten Fahrzeuge und Roboter könnten auch Löschwasser verspritzen. Ziel sei es, eine Prognose abgeben zu können, wann man die Sperrung aufheben kann. «Unser großes Ziel ist es, dass wir die Autobahn und den Bahnverkehr wieder freigeben können.»

Feuerwehr: Teile des Brandes gelöscht, noch «kleinere Brände im Sperrkreis»

Teile des Feuers im Grunewald sind laut Feuerwehr zwar gelöscht — der Sprengplatz ist demnach aber weiter ein großes Problem. „Am Boden gibt es noch kleinere Brände im Sperrkreis“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein weiter. Das seien „einige Stellen, das ist keine große Fläche mit großer Intensität“. Ungünstig sei das Auffrischen des Windes, weil es die Gefahr berge, dass das Feuer wieder aufflamme. (dpa)

Feuerwehr rückt bis auf 500 Meter an den Sperrkreis heran

Die Berliner Feuerwehr hat die ganze Nacht hindurch den Waldbrand bekämpft. Die Einsatzkräfte rückten innerhalb des Sperrkreises von 1000 Metern bis auf 500 Meter an den Sprengplatz heran, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Freitagmorgen im RBB. «Wir haben die Brände im Umkreis gut löschen können in der Nacht», sagte Kirstein. «Wir fahren hier heute groß auf.» 150 Feuerwehrleute seien im Einsatz, Spezialgerät wie Roboter und Panzer, aus verschiedenen Teilen Deutschlands herangeschafft, sollten dabei helfen. Ziel sei es, im Laufe des Freitags die Sperrungen von Autobahn und Bahnstrecke aufheben zu können.

CDU-Chef Wegner fordert gemeinsamen Sprengplatz für Berlin und Brandenburg 

Berlins CDU-Landeschef Kai Wegner hat Verhandlungen mit Brandenburg über einen gemeinsamen Sprengplatz beider Länder gefordert. Aus dem Brand im Grunewald auf und rund um den Sprengplatz der Berliner Polizei müsse man die richtigen Konsequenzen ziehen, sagte Wegner in der rbb-„Abendschau“ am Donnerstag. 
„So ein Sprengplatz gehört nicht in ein Naherholungsgebiet“, sagte der CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende. Es habe immer wieder viele Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern darüber gegeben. „Jetzt müssen Verhandlungen mit Brandenburg geführt werden. Ich hoffe, dass wir da zu gemeinsamen Ergebnissen kommen“, sagte Wegner.

„Das Entscheidende ist, dass man nicht Brandenburg sagen kann: Wir bringen euch unsere Bomben. Das wird nicht funktionieren“, so der CDU-Politiker. „Da muss Berlin auch Kosten tragen, das muss man sich teilen.“ Notwendig sei künftig eine Zusammenarbeit, was Sprengstoff und Bombenfunde angehe. (dpa)

Erneut Explosionen auf dem Sprengplatz im Grunewald 

Durch den Brand im Grunewald ist es auf dem Sprengplatz der Polizei am frühen Abend erneut zu Explosionen gekommen. Sie seien auch in 1,2 Kilometer Entfernung gut zu hören gewesen, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein der Deutschen Presse-Agentur. Die Detonationen seien bemerkt worden, während ein Spezialroboter der Bundeswehr den Sprengplatz erkunden sollte. Der Einsatz sei deshalb abgebrochen worden. Auch anschließend habe es noch mehrere Detonationen gegeben.

Die Löscharbeiten innerhalb der Sicherheitszone rund um den Sprengplatz, mit denen die Feuerwehr am späten Nachmittag begonnen hatte, gingen dagegen weiter, sagte Kirstein. Der Sperrkreis hat einen Radius von 1000 Metern. Nach Angaben der Feuerwehr sind durch den Brand im Grunewald rund 50 Hektar betroffen. Allerdings brenne nicht die gesamte Fläche, ein Teil sei nur verraucht. (dpa)

S7 zwischen Grunewald und Wannsee weiter unterbrochen

Die S-Bahn Berlin teilt mit, dass wegen des Brandes «der Zugverkehr der Linie S7 zwischen Grunewald und Wannsee weiterhin unterbrochen» ist. Zwischen Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof würden die Züge der Linie S7 nur im 20-Minuten-Takt fahren. 

Die S-Bahn empfiehlt folgende Umfahrungsmöglichkeiten:

  • zwischen Friedrichstraße und Wannsee die Züge der Linie S1
  •  zwischen Westkreuz und Wannsee die Züge der Linien S41, S42, S46 sowie S1 mit Umsteigen in Schöneberg. 

Auch die Regional- und Fernverkehrszüge seien weiterhin betroffen und würden nicht zwischen Charlottenburg und Wannsee/Potsdam Hauptbahnhof verkehren.

Senatorin Jarasch: über Sprengplatz-Standort im Grunewald «werden wir im Senat reden»

Auch Umwelt- und Klimaschutzsenatorin Bettina Jarasch hat sich vor Ort über die Lage informiert. Ähnlich wie zuvor die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey stellt sie den Munitionsplatz mitten im Wald infrage. Über den Standort «werden wir im Senat reden», twitterte Jarasch.
Die Berliner Forsten und die Feuerwehr würden bereits über ein verbessertes Waldbrand-Monitoring und optimierte Löschwege beraten. Zudem forderte sie Konsequenzen aus der Zunahme von Waldbränden: «Der Waldumbau vom Kiefern- in einen Mischwald muss engagiert weitergehen — das ist wichtiger Waldbrandschutz, weil Mischwald nicht so leicht brennt», schrieb Jarasch.   Forstamt: Schaden im Grunewald lässt sich noch nicht abschätzen
Der Umfang des Schadens im Berliner Grunewald durch den Brand und die Explosionen auf dem Sprengplatz der Polizei sind für Forstamtsleiter Gunnar Heyne noch nicht abzuschätzen. Die Zusammensetzung des Waldes sei dort aber etwas anders als etwa in Brandenburg, sagte er am Donnerstag im rbb-Inforadio. „Wir haben da zwar auch Kiefer, aber mit sehr viel Laubholz im Unterstand und frischeren Böden, so dass sich das Feuer, ich hoffe es zumindest, nicht so schnell ausbreitet.“

Informationen dazu, wie es zu den Explosionen auf dem Sprengplatz gekommen sei, habe er nicht. Heyne sagte, es könne es sich aber nur um einen unvorhergesehenen Unfall handeln. „Bisher ist das noch nie vorgekommen“, so der Leiter der Berliner Forsten. Das Feuer war am frühen Donnerstagmorgen ausgebrochen. Inzwischen haben die Löscharbeiten begonnen. Aufgrund der Gefahr weiterer Explosionen gestalten sich diese aber schwierig, sagte Heyne. (dpa)

Brandenburger Innenministerium: wollen bei gefundener Munition aushelfen 

Ein Sprecher des brandenburgischen Innenministeriums sagte zur Frage, ob in Berlin gefundene Munition nun im Nachbarland gelagert werden kann: «Wir sind willens nach Möglichkeit vorübergehend schnell zu helfen.» Alexander Fröhlich

Giffey: Brand ist einmalig in Berliner Nachkriegsgeschichte

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht trotz des anhaltenden Brandes im Grunewald keine Notwendigkeit für Evakuierungen. „Es ist kein Personenschaden zu beklagen“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch an der Brandstelle. „Es gibt keine Notwendigkeit für eine Evakuierung von Bevölkerung“, sagte sie. „Das haben wir in Brandenburg ja anders erlebt, wo ganze Dörfer evakuiert werden mussten. Das ist hier nicht der Fall, weil hier im Umkreis von zwei Kilometern niemand wohnt.“

Giffey sagte, bei dem Brand im Grunewald handele es sich um ein Ereignis, das in der Berliner Nachkriegsgeschichte einmalig sei. Die Regierende Bürgermeisterin hatte ihren Urlaub unterbrochen, um sich im Grunewald selbst ein Bild von der Lage zu machen. Rund um den Sprengplatz wurde im Umkreis von 1000 Metern eine Sicherheitszone eingerichtet. „Das Entscheidende ist, dass wir es schaffen, diesen Sicherheitskreis einzugrenzen, es schaffen, dass das Feuer nicht darüber hinaus geht“, sagte Giffey.

„Ich bin sehr dankbar, dass wir das interdisziplinär tun, also zusammen mit der Bundeswehr und in engem Schulterschluss von Berliner Polizei und Berliner Feuerwehr“, so die Regierende Bürgermeisterin. Giffey dankte allen Einsatzkräften, ausdrücklich auch denen aus Brandenburg und der Bundeswehr, für ihre schnelle Unterstützung. „Für uns ist ganz entscheidend, dass wir sehr zügig ein Übergreifen der Flammen verhindern und alle Kräfte, die wir haben, bündeln. Das geschieht gerade.“ (dpa)

Berliner Polizei untersagt musikalische Autobahnblockade

Die Berliner Polizei hat die im Stadtteil Friedenau geplante Autobahnblockade von Musikern und Chorsängern kurzfristig untersagt. Als Grund nannte ein Polizeisprecher am Donnerstag die Vollsperrung auf der weiter westlich gelegenen Autobahn 115 wegen des Waldbrandes im Grunewald. Um zusätzliches Verkehrschaos zu vermeiden, müsse die A103 als weitere wichtige Route in die Berliner Innenstadt frei bleiben. Den Veranstaltern der geplanten Blockade seien neben der Autobahn zwei alternative Standorte für ihr Konzert unter dem Motto „Musizieren statt betonieren“ angeboten worden.

Ursprünglich wollte die Initiative „Lebenslaute“ ab 16.30 Uhr auf der Autobahn 103 an der Anschlusstelle Saarstraße klassische Werke unter anderem von Haydn und Schubert und andere Musik zum Besten zu geben. Die Aktion war vor allem als Signal gegen den Ausbau der Berliner Stadtautobahn und für eine okologische Verkehrswende gedacht. Ein Sprecher der Initiative warf der Polizei angesichts der neuen Entwicklung „Willkür“ vor. (dpa)

Feuer und Rauch auf rund 50 Hektar – Feuerwehr beginnt Löscharbeiten innerhalb des Sperrkreises

Die Feuerwehr hat mit Löscharbeiten innerhalb der Sicherheitszone rund um den Sprengplatz im Grunewald begonnen. Das sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am späten Donnerstagnachmittag. „Der Sperrkreis von 1000 Metern bleibt bestehen. Aber es ist möglich, dass wir als Feuerwehr jetzt in gewissen Bereichen bis auf 500 Meter tätig werden können“, sagte Kirstein. „Das heißt, die Löscharbeiten sind zum Teil schon angelaufen.“ Das Löschwasser sei im Vorfeld schon bereitgestellt worden.
„Jede Minute, die wir keine Detonationen hören oder auf dem Sprengplatz etwas passiert, ist eine gute Zeit für uns“, sagte Kirstein. „Wir werden jetzt mit den Einsatzkräften der Feuerwehr in Teilen bis 500 Meter rangehen können.“ Die Bundeswehr unterstütze die Feuerwehr, indem sie Schneisen im Wald anlege, von denen aus dann Löscharbeiten möglich seien. „Es ist davon auszugehen, dass das Feuer nicht über den 1000-Meter-Sperrkreis hinweggeht“, so der Feuerwehrsprecher.

„Wir haben die Fläche jetzt neu definiert: Es sind rund 50 Hektar betroffen“, erklärte Kirstein. „Die brennen nicht alle komplett, die sind zum Teil nur verraucht.“ Die Fläche habe sich seit den frühen Morgenstunden aber deutlich ausgeweitet. „Wir sind jetzt aber guter Dinge“, sagte Kirstein. „Wir haben eine unabhängige Löschversorgung, die uns heute in den Abendstunden massiv nach vorne bringen wird.“

Die Einsatzkräfte seien seit mehr als zwölf Stunden vor Ort. „Sie werden jetzt zum Abend ausgetauscht“, sagte Kirstein. „Die Nachtschicht wird frisch hier her kommen. Wir gehen davon aus, dass wir mindestens bis in die späten Abendstunden hier tätig sein werden, wenn nicht sogar die ganze Nacht.» (dpa)

Feuerwehr: Einsatz im Grunewald zieht sich bis Freitag 

Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand im Grunewald bis Freitag anhalten wird. „Wenn man hier eine vorsichtige Einschätzung vornimmt und wenn man das realistisch analysiert die Lage, sieht es so aus, dass wir schon damit rechnen, dass die Lage mindestens auch noch in den frühen Morgenstunden nicht beendet sein wird und sich über die Nacht zieht“, sagte James Klein vom Pressedienst der Feuerwehr am Donnerstagnachmittag.

Der Brand breite sich innerhalb des Sperrkreises der Feuerwehr nach Südwesten aus. „Wir hatten zuerst ein Feuer am Sprengplatz, das hat sich auf drei, vier Feuer erweitert“, sagte Klein. „Wenn man jetzt sich die Drohnen- und Hubschrauberbilder anguckt, haben wir da mehrere Glutnester, die noch zu den drei, vier dazugekommen sind. Das Feuer bewegt sich in den Südwesten (…) und da sind überall kleinere Glutnester.“ (dpa)

Feuer läuft Richtung Avus – Feuerwehr rechnet mit Ausweitung

Die Berliner Feuerwehr stellt sich darauf ein, dass sich der Brand im Grunewald ausweitet. „Wir haben feststellen müssen, dass das Feuer im Sperrkreis weitergelaufen ist“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Donnerstag. „Wir haben gesehen, dass das Feuer schon in Richtung Avus läuft. Damit ist jetzt zu rechnen in den nächsten Stunden.“ Es sei davon auszugehen, dass der Brand sich noch ausweite und auch die Rauchentwicklung zunehme.

„Wir sind mit Kräften weiter vorgerückt, aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Kirstein. Es gehe darum, den Sperrkreis um den Sprengplatz der Berliner Polizei verkleinern zu können, sodass die Feuerwehr zum Löschen näher an ihn herankommen könne. Bisher gilt ein Sicherheitsradius von 1000 Metern. (dpa)
Margarethe Gallersdörfer

Großbrand im Berliner Grunewald : Spezialgerät eingetroffen – Avus bleibt gesperrt, Zugverkehr unterbrochen

Der Brand vom Haus der Wannseekonferenz aus.   Bild: GHWK Berlin/Eike Stegen Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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