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Hunderte Kilometer vom Kurs abgekommen : Eurofighter begleiten Cessna – bis diese schließlich in die Ostsee stürzt

Eine Cessna ist vor der lettischen Küste in die Ostsee gestürzt. Eigentlich war das Flugzeug auf dem Weg von Spanien nach Köln.

Hunderte Kilometer vom Kurs abgekommen : Eurofighter begleiten Cessna – bis diese schließlich in die Ostsee stürzt

Eurofighter der Deutschen Luftwaffe sind der Cessna gefolgt (Symbolbild).Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Ein Privatflugzeug auf dem Weg von Spanien nach Köln ist bis über die Ostsee geflogen und dort vor der Küste Lettlands ins Meer gestürzt. Die Luftwaffe bestätigte am Sonntagabend den Absturz der Maschine auf Twitter. Zuvor war jeglicher Kontakt zu dem Flieger abgerissen. An Bord waren nach „Bild“-Informationen ein Pilot, ein Mann, eine Frau und ihre Tochter.

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Die Küstenwache habe Ölspuren auf dem Wasser und kleinere Trümmerteile entdeckt, sagte Johan Ahlin von der schwedischen maritimen Rettungsbehörde dem schwedischen Sender STV zufolge. Für die Insassen des Flugzeugs gebe es wohl keine Hoffnung.

Wie ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend bestätigte, stiegen Alarmrotten, die aus zwei Eurofightern bestehen, im deutschen Luftraum auf, um sich ein Bild über das ungewöhnliche Flugverhalten zu machen. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Pilot womöglich bewusstlos geworden.

Ein Experte für Luftsicherheit, Hans Kjäll, sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, Druckprobleme könnten dazu geführt haben, dass die Passagiere das Bewusstsein verloren hätten. Gerade in Höhen, in denen Kleinflugzeuge unterwegs seien, könne dies schnell passieren.

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Im Luftraum über Frankreich übernahm eine Rotte der französischen Armee, bevor im deutschen Luftraum zunächst eine Rotte aus Neuburg an der Donau und später aus Rostock-Laage aufstieg.

Als das Flugzeug vom Typ Cessna 551, wie die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter“ berichtete, über die Insel Rügen hinausflog, gelangte es in den schwedischen Luftraum, wo es südlich von Gotland flog und weiter in Richtung des Golfs von Riga und dann ins Meer stürzte.

Ein Behördenvertreter sagte der lettischen Nachrichtenagentur Leta, dass die Rettungsaktion derzeit auf Hochtouren laufe. An dem Einsatz, zu dem auch eine Passagierfähre des Unternehmens Stena Line umgeleitet wurde, wollten sich auch Kräfte der Luftwaffe beteiligen. Die Fähre sollte sich für mögliche Rettungseinsätze bereithalten.

Der Leiter des lettischen Seerettungskoordinationszentrums sagte zuvor im lettischen Fernsehen, derzeit würden Suchaktionen koordiniert und das Gebiet durchkämmt. Suchhubschrauber aus Litauen und Schweden seien auch beteiligt. Derzeit besteht noch Uneinigkeit darüber, in welches Hoheitsgebiet der Absturz fällt. (dpa)

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