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Komm, wir kriechen Gassi | Berliner geht mit seinen Schnecken spazieren

Komm, wir kriechen Gassi  | Berliner geht mit seinen Schnecken spazieren

Solange es draußen noch nicht zu kalt ist, dürfen David und Goliath auf die Wiese im Berliner Tiergarten

Foto: christian lohse Teilen Twittern Senden Von: Johannes Malinowski 13.09.2022 — 21:13 Uhr

Berlin – Im Schneckentempo durch Berlins größten Park!

Eilig haben David und Goliath es nicht. Die beiden drei bis vier Jahre alten Afrikanischen Riesenschnecken genießen das saftige Gras am Teehaus im Großen Tiergarten. Ihr Herrchen Richard Ludwig (67) sitzt auf einer Bank daneben, liest in einer Zeitschrift und freut sich, wenn Fußgänger sich für seine besonderen Haustiere interessieren.

Komm, wir kriechen Gassi, Schnecke!

Komm, wir kriechen Gassi  | Berliner geht mit seinen Schnecken spazieren

Schnecken-Herrchen Richard Ludwig mit seinem Schützling Goliath

Foto: christian lohse

Hunde und Katzen als Haustiere? Viel zu langweilig! Den Krankenpfleger im Ruhestand faszinieren die Afrikanischen Riesenschnecken viel mehr. Sein Interesse an den Tieren begann, als er nach neuen Dingen suchte, die er unter sein Mikroskop legen kann.

„Je größer Schnecken sind, desto langsamer bewegen sie sich“, sagt er. „Das ist beeindruckend.“ David und Goliath sind etwa 20 Zentimeter lang und wiegen jeweils um die 800 Gramm – etwa 20 Mal so viel wie eine Weinbergschnecke.

Komm, wir kriechen Gassi  | Berliner geht mit seinen Schnecken spazieren

Die Afrikanische Riesenschnecke ist gut 20 Zentimeter lang

Foto: christian lohse

Bei schönem Wetter schnappt er sich seine beiden Schützlinge und setzt sie auf die Wiese. Sonst leben die beiden in einer Plastikdose. „Ein Terrarium wäre zu gefährlich“, sagt Ludwig. „Sie kriechen dann die Glaswände rauf und fallen runter.“ Da die Schnecken es gerne feucht haben, wäre ein Terrarium nach kurzer Zeit versaut.

Goliath ist eine neugierige Schnecke. Sobald ihr Herrchen die Dose öffnet, schaut sie heraus. David verbringt die meiste Zeit in seinem Schneckenhaus. „Ich fürchte, dass er sich einen Parasiten eingefangen hat“, sagt Richard Ludwig.

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