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Krypto-Bank bemerkt Fehler monatelang nicht : Australierin bekommt versehentlich Millionen-Überweisung

Plötzlich Millionärin – so erging es einer Frau in Australien. Nun fordert die Krypto-Bank vor Gericht die fälschlich überwiesene Summe zurück.

Krypto-Bank bemerkt Fehler monatelang nicht : Australierin bekommt versehentlich Millionen-Überweisung

Mit Kryptowährungen reich werden, den Traum haben viele.Foto: IMAGO/ZUMA Wire

„Bankirrtum zu ihren Gunsten“ – so lautet eine der Ereignis-Karten beim Brettspiel Monopoly, über die sich Zocker besonders freuen. Aber im echten Leben passiert sowas nicht, oder? Doch!

Thevamanogari Manivel aus dem australischen Melbourne hat genau das erlebt. Eines Tages hatte sie 10,5 Millionen US-Dollar mehr auf dem Konto. Überwiesen von „crypto.com“, einem der größten Handelsplätze für Kryptowährungen wie Bitcoin. Ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte die Kontonummer in das Feld für den Betrag eingegeben.

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Manivel hatte eigentlich nur auf eine Rückzahlung von rund 100 Dollar aus einem Kryptogeschäft gehofft. Den unerwarteten Geldregen aber nahm sie gerne an. Ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte die Kontonummer in das Feld für den Betrag eingegeben.

Bei „crypto.com“ fiel der Fehler derweil nicht auf – für insgesamt sieben Monate. Erst im Dezember 2021 bemerkte man die falsche Buchungssumme. Doch alle Versuche, die bereicherte Kundin zu kontaktieren, schlugen fehl. Manivel ignorierte die Anfragen.

1,5 Millionen für ein Luxus-Anwesen

Seitdem kämpft das Unternehmen vor Gericht um das Geld – doch auch das ist gar nicht so einfach, wie nun veröffentlichte Details aus dem Prozess zeigen. Denn nach Angaben australischer Medien reagierte Manivel auch auf die Anfragen des Gerichts nicht, erschien zudem nicht zur Verhandlung. Nur eine Nachricht gab es von den Anwälten der Frau für das Gericht: „Ihre E-Mail haben wir erhalten.“

Im Februar schließlich wurde das Konto von Manivel auf richterlichen Beschluss eingefroren. Zu spät, wie man inzwischen weiß. Denn ein Teil des Geldes war – natürlich – schon ausgegeben. Den Rest, 10,1 Millionen Dollar, hatte Manivel auf ein Gemeinschaftskonto mit ihrer Schwester überwiesen.

Für 1,5 Millionen Dollar kauften die beiden Frauen zudem ein luxuriöses Anwesen mit fünf Schlafzimmern. Das Haus übrigens gehört offiziell Manivels Schwester, die eigentlich in Malaysia lebt. So geht es aus Gerichtsakten hervor, aus denen australische Medien zitieren.

Ob „crypto.com“ das Geld jemals wieder zurückerhält, steht noch nicht fest. In einem ersten Urteil entschied ein australisches Gericht nun, dass das Luxus-Anwesen verkauft werden müsse und der Erlös mit Zinsen der Kryptobank zusteht. Rechtskräftig aber ist das Urteil noch nicht. Im Oktober soll wieder verhandelt werden.

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