The latest news, top headlines

Nach Feuer und Explosionen | Der Sprengplatz muss raus aus dem Berliner Grunewald!

Nach Feuer und Explosionen  | Der Sprengplatz muss raus aus dem Berliner Grunewald!

Foto: Charles Yunck . Teilen Twittern SendenVon: Stefan Peter 06.08.2022 — 10:19 Uhr

Berlin – Hilft Brandenburg der Hauptstadt bei der Bewältigung des explosiven Problems? Das Nachbar-Bundesland bietet seine Unterstützung bei einem Ersatz für den Sprengplatz Grunewald an.

„Wir haben eine gute Kooperation mit Sachsen und sind natürlich auch offen dafür, wenn sich Berlin in Zukunft an unseren Verfahren der Kampfmittelbeseitigung beteiligen möchte“, so Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (62, CDU). „Berlin müsste klären, welche Bedarfe sie konkret haben und das Thema dann auf die Tagesordnung setzen.“

Nach Feuer und Explosionen  | Der Sprengplatz muss raus aus dem Berliner Grunewald!

Der Brand auf dem Sprengplatz war ab dem frühen Donnerstagmorgen über viele Kilometer sichtbar

Foto: IMAGO/Christian Ender

Brandenburgs zentrales Sprenggelände liegt 50 Kilometer südlich von Berlin, in einem Wald der Gemeinde Am Mellensee. Im Ortsteil Kummersdorf-Gut (346 Einwohner) gab‘s früher einen Schießplatz der preußischen Armee, dann eine Anstalt der Wehrmacht, nun eine Anlage vom Kampfmittel-Beseitigungsdienst.

Nach Feuer und Explosionen  | Der Sprengplatz muss raus aus dem Berliner Grunewald!

In Kummersdorf-Gut befindet sich der Munitionszerlegebetrieb der Brandenburger Polizei

Foto: picture-alliance/ ZB

In der Berliner Landes-Politik ist man sich zur Zukunft des Sprengplatzes Grunewald noch uneins:

► „Vor übereilten Diskussionen über den Standort müssen die Brandbekämpfung und eine genaue Ursachen-Analyse stehen“, so Björn Jotzo (47, FDP). „Es gibt gute Gründe gegen, aber auch für einen Sprengplatz in Berlin. Wir haben zwei bis drei Munitionsfunde pro Tag. Für Weltkriegsmunition sind kurze Wege sinnvoll, und Brandenburg verfügt aktuell nicht über die benötigten Lagerkapazitäten.“

Quelle: info.bild.de

Die Entscheidung über das Aufgeben des Sprengplatzes sollte Berlin erst dann treffen, wenn die Ursache und die Auswirkungen alternativer Standorte bekannt sind, so Jotzo.

► Bei der Union hält man den Sprengplatz im Grunewald hingegen schon seit Jahren für diskussionswürdig. „Parallel zu Autobahn und Bahnstrecke, mit vielen Spaziergängern im Wald – der Standort ist einfach nicht geeignet“, so der CDU-Abgeordnete Frank Balzer (57) zu BILD.

Er betont: „Der Kontakt zwischen der Regierenden Bürgermeisterin und Herrn Woidke ist so gut, dass Brandenburg Berlin sicherlich helfen wird.“

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.