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Noch kein Urteil zur Räumungsklage: «Rigaer 94»

Noch kein Urteil zur Räumungsklage: «Rigaer 94»

Transparente hängen von den Balkonen an dem Haus Rigaer Strasse 96. Donnerstag, 03.02.2022, 15:15

Im Streit um das teilbesetzte Haus «Rigaer 94» ist am Donnerstag noch kein Urteil gefallen. Es steht weiter die Frage im Mittelpunkt, ob die Eigentümergesellschaft des Gebäudes überhaupt existiert. Dazu will das Amtsgericht Kreuzberg nun ein Rechtsgutachten erstellen lassen, wie das Gericht am Donnerstag verkündete. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Klägerin zuvor einen Kostenvorschuss von 4000 Euro zahlt. Damit gibt es zunächst keine Entscheidung zu einer Räumungsklage gegen Bewohner im Vorderhaus. Diese sollen mit der Miete im Rückstand sein — bestreiten dies aber.

Beim Amtsgericht Kreuzberg sind etwa ein Dutzend vergleichbarer Verfahren anhängig. Der aktuelle Fall war der erste, bei dem es im vergangenen Dezember zu einer mündlichen Verhandlung kam. Der Gebäudekomplex in der Rigaer Straße gilt als Symbol der linksradikalen Szene. Immer wieder kommt es dort zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei.

Seit Jahren wird vor Gericht darüber gestritten, ob die klagende Eigentümerin — eine Gesellschaft mit Sitz in Großbritannien — nach deutschem Recht existiert. Damit verbunden ist die Frage, ob der Klägeranwalt bevollmächtigt ist, diese zu vertreten. Dies will das Amtsgericht mit Hilfe eines schriftlichen Rechtsgutachten des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg klären.

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