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Olympische Spiele in Peking : Viererbob-Pilot Friedrich gewinnt zum zweiten Mal Doppel-Gold

Gold für Finnland im Eishockey + Auch Silber im Viererbob geht an Deutschland + Deutsches Alpin-Team gewinnt Silber + Der Olympia-Newsblog.

Olympische Spiele in Peking : Viererbob-Pilot Friedrich gewinnt zum zweiten Mal Doppel-Gold

Francesco Friedrich und seine drei Anschieber holen Gold im Viererbob.Foto: Imago/Laci Perenyi

Francesco Friedrich hat Bob-Geschichte geschrieben und als erster Pilot zum zweiten Mal olympisches Doppel-Gold gewonnen. Nach seinem Sieg im Zweierbob triumphierte der 31-Jährige bei den Winterspielen von Peking am Sonntag auch im großen Schlitten und wiederholte damit seine zwei Goldmedaillen von Pyeongchang vor vier Jahren (mehr dazu in unserem Olympia-Blog).

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Olympische Spiele in Peking : Viererbob-Pilot Friedrich gewinnt zum zweiten Mal Doppel-Gold

Friedrich gewinnt auch Gold im Viererbob

Olympische Spiele in Peking : Viererbob-Pilot Friedrich gewinnt zum zweiten Mal Doppel-Gold

Francesco Friedrich (l.) und seine drei Anschieber   Bild: dpa Francesco Friedrich hat Bob-Geschichte geschrieben und als erster Pilot zum zweiten Mal olympisches Doppel-Gold gewonnen. Nach seinem Sieg im Zweierbob triumphierte der 31-Jährige bei den Winterspielen von Peking am Sonntag auch im großen Schlitten und wiederholte damit seine zwei Goldmedaillen von Pyeongchang vor vier Jahren. Der Berchtesgadener Johannes Lochner fuhr im Sliding Centre Yanqing auf Platz zwei, Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach wurde hinter dem Kanadier Justin Kripps Vierter.

Nachdem Friedrich zur Halbzeit nur einen Mini-Vorsprung von 0,03 Sekunden auf Lochner hatte, sorgte der Pilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg im dritten Lauf für eine Vorentscheidung. Aufgrund des gegenüber Lochner deutlich besseren Starts kam Friedrich dicht an den Bahnrekord seines internen Konkurrenten von 58,13 Sekunden heran und lag vor dem Finale mit 0,20 Sekunden Vorsprung vorn.

Im letzten Lauf legte Friedrich nochmal die Bestzeit hin, baute den Vorsprung vor Lochner auf 0,37 Sekunden aus. Hafer verpasste seine zweite Bronzemedaille nur um sechs Hundertstelsekunden und damit den ersten deutschen Dreifach-Triumph im großen Schlitten. Im Zweierbob hatten deutsche Piloten die ersten drei Plätze belegt.

Mit vier olympischen Goldmedaillen zog Friedrich mit André Lange gleich, der 2002 und 2006 im Vierer- sowie 2006 und 2010 im Zweierbob gesiegt hatte. In der Gesamtbilanz hat Lange allerdings noch eine weitere Silbermedaille von den Vancouver-Spielen 2010 stehen und ist damit der erfolgreichste Pilot der Olympia-Geschichte. Dies könnte Friedrich in vier Jahren in Mailand und Cortina d’Ampezzo übertrumpfen. (dpa) Kein Beitrag vorhanden Bereits jetzt sind alle fünf sportlichen Entscheidungen am 16. und damit letzten Wettkampftag gefallen. Gold gab es neben Deutschland (Viererbob) auch für Großbritannien (Curling), Österreich (Ski Alpin), Norwegen (Langlauf) und Finnland (Eishockey). 
Die olympischen Winterspiele von Peking gehen mit der Abschlussfeier um 13 Uhr zu Ende. Bobanschieber Thorsten Margis wird die deutsche Fahne bei der Schlussfeier tragen.

Johaug gewinnt Langlauf-Gold — Victoria Carl auf Rang zwölf

Topfavoritin Therese Johaug hat die Goldmedaille im letzten Skilanglaufrennen der Olympischen Winterspiele in China gewonnen. Die 33 Jahre alte Norwegerin setzte sich am Sonntag über 30 Kilometer im eiskalten und stürmischen Zhangjiakou vor Jessica Diggins aus den USA und Kerttu Niskanen aus Finnland durch. Für Johaug war es bereits die dritte Goldmedaille bei diesen Spielen und der vierte Olympiasieg der Karriere. Victoria Carl lief als Zwölfte ins Ziel und war damit die beste Deutsche. Antonia Fräbel wurde 19., Pia Fink belegte den 25. Platz.
„Das war einer meiner anstrengendsten 30er“, sagte Carl, die im Team-Sprint Gold mit Katharina Althaus gewonnen hatte. Nach einer Kollision hatte sie den Anschluss an eine Verfolgerinnengruppe verloren, hatte aber noch genug Vorsprung auf die nächste Gruppe. „Ich musste viel allein laufen, leider Gottes“, meinte sie. „Und der Wind macht es so schwer.“ In der letzten Runde habe sie aufpassen müssen, dass der Wind „mich nicht noch umhaut“.
Bei extremen Bedingungen riss das Feld früh auseinander. Es bildeten sich kleine Gruppen. An der Spitze setzten sich Johaug, Ebba Andersson aus Schweden, die Französin Delphine Claudel und Diggins ab. Nach und nach schüttelte Johaug ihre Konkurrentinnen ab und lief nach etwa einem Drittel der Strecke ein einsames Rennen in der freien Technik, das sie souverän gewann. (dpa)

Deutsches Alpin-Team gewinnt Silber

Am Ende fehlte nur ein Wimpernschlag zu Gold. Die bislang so glücklosen deutschen Skirennfahrer haben am Schlusstag der Olympischen Winterspiele in China Silber im Mixed-Teamwettbewerb gewonnen. Im Finale am Sonntag verloren sie beim Stand von 2:2 in der Addition der besten Laufzeiten um 0,19 Sekunden gegen Österreich. Emma Aicher, Lena Dürr, Alexander Schmid, Linus Straßer und Julian Rauchfuss holten damit die erste alpine Medaille für Deutschland bei Olympia seit acht Jahren.

Der Wettbewerb war wegen Windes um einen Tag verschoben worden. Doch auch am Sonntag wehten teils heftige Böen am Xiaohaituo Mountain. Nach einem souveränen 3:1 zum Auftakt gegen Schweden bezwangen die Deutschen im Viertelfinale Olympiasieger Schweiz. Aicher und Straßer kamen dabei zwar nicht ins Ziel, die Addition der Einzelzeiten des besten Manns und der besten Frau gab beim Stand von 2:2 aber den Ausschlag zugunsten des Teams des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Im Halbfinale bezwang dieses dann die USA um Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin mit 3:1, die mit ihrem Team nur Vierte wurde und somit ohne Medaille bei den Peking-Spielen blieb. Im Finale verzichtete Straßer zugunsten von Rauchfuss dann auf seinen Einsatz, weil er sich nach eigener Aussage mit dem niedrigen Tempo und der drehenden Kurssetzung schwer getan hatte.

Zuvor waren die besten Ergebnisse der deutschen Alpinen bei den Spielen in China die vierten Plätze von Dürr im Slalom und Kira Weidle in der Abfahrt gewesen. Wie schon 2018 in Pyeongchang drohten sie komplett leer auszugehen. 2014 in Sotschi hatte es noch drei Medaillen für die deutsche Alpin-Riege gegeben. Maria Höfl-Riesch gewann damals Gold in der Kombination und Silber im Super-G, Viktoria Rebensburg holte Bronze im Riesenslalom. (dpa)

Britische Curling-Frauen holen Olympia-Gold gegen Japan

Die Curling-Frauen aus Großbritannien haben zum zweiten Mal olympisches Gold gewonnen. 20 Jahre nach dem Olympiasieg in Salt Lake City setzte sich am Sonntag in Peking das Team um Skip Eve Muirhead im Finale gegen Japan mit 10:3 durch. Bronze hatten sich einen Tag zuvor die Schwedinnen durch ein 9:7 gegen die Schweiz gesichert.
Die Curling-Wettbewerbe wurden im National Aquatics Centre ausgetragen, in dem bei den Sommerspielen 2008 das Beckenschwimmen stattfand. Deutsche Curling-Teams hatten sich nicht für die Winterspiele in Peking qualifiziert. (dpa)

Finnland ist Olympiasieger im Eishockey der Männer

Finnland gewinnt im Endspiel mit 2:1 gegen den Olympiasieger von Pyeongchang, das Russische Olympische Komitee, und holt sich damit zum ersten Mal Olympia-Gold im Eishockey. 

Olympische Spiele in Peking : Viererbob-Pilot Friedrich gewinnt zum zweiten Mal Doppel-Gold

Bild: Bildbyran/imago images

Lesetipp zum Schluss

Olympia geht langsam zu Ende. Deutschland war sportlich gut dabei, wenn auch nicht nach Wunsch funktioniert hat. Unsere große Analyse von Benedikt Paetzholdt: tagesspiegel

Und das war der vorletzte Wettkampftag

Viel Wind und am Ende Gold für Deutschland im Zweierbob der Frauen. Es war der insgesamt achte deutsche Olympiasieg im olympischen Eiskanal — bei bisher neun Wettbewerben. Am Sonntag kann Francesco Friedrich dann Nummer neun perfekt machen, zur Halbzeit führt er im Viererbob vor Johannes Lochner. Ansonsten gab es schöne Bilder von Claudia Pechstein im Eisschnelllauf, wo sich die Berlinerin als Neunte im Massenstart von Olympia verabschiedete. Zuvor gab es einen ungewöhnlichen Skilanglauf-50er, der schon nach knapp 30 Kilometern beendet war. Alexander Bolschunow hätte aber womöglich auch gewonnen, wenn es noch ein bisschen weiter gegangen wäre. Grund waren Kälte und eisiger Wind, der zuvor auch schon dafür gesorgt hatte, dass der Teamwettbewerb der Alpinen abgesagt und auf morgen verschoben werden musste. Am Sonntag enden die Spiele von Peking. Auch dann sind wir hier wieder live dabei.

Drama beim Paarlauf

Die deutschen Paarläufer Minerva Hase und Nolan Seegert haben in der olympischen Kür von Peking ein sportliches Drama erlebt. Nach mehreren Stürzen und abgebrochenen Hebungen fiel das Berliner Duo am Samstag mit 149,69 Punkten auf den 16. und letzten Platz zurück. Der 29-jährige Seegert spürte die Spätfolgen seiner zehntägigen Corona-Quarantäne und war weder konditionell noch mental in der Lage, seine Partnerin wie gewohnt über das Eis zu führen. (dpa)

Athletenvereinigung: IOC muss «Kultur des Schweigens» brechen

Die Interessenvertretung Athleten Deutschland hat aus sportpolitischer Sicht eine negative Bilanz von Olympia in Peking gezogen und unter anderem das Internationale Olympische Komitee kritisiert. Mehrere Vorfälle bei den Winterspielen hätten gezeigt, „dass die Kultur des Schweigens beim IOC dringend beendet werden muss“, teilte der Verein am Samstag mit. „Sie ist nach wie vor ungeeignet, gar kontraproduktiv, um die für den Sport schwierige Gratwanderung zu meistern, sich politisch nicht vereinnahmen zu lassen, völkerverständigend zu wirken und dabei seine Werte nicht zu verraten.“

Die Athletenvereinigung warf dem IOC unter anderem vor, zu „Menschenrechtsverletzungen“ in China zu schweigen. So habe der Gastgeber die Winterspiele „als Plattform für seine Propagandazwecke nutzen“ können. Beispielsweise dass die Uigurin Dinigeer Yilamujiang gemeinsam mit dem nordischen Kombinierer Zhao Jiawen das olympische Feuer entzündet hatte, hatte bei der Eröffnungsfeier für Aufsehen gesorgt, da China international Vorwürfen über eine Unterdrückung der muslimischen Minderheit ausgesetzt ist.

Das IOC müsse die Vergabe Olympischer Spiele kritisch analysieren, forderte Athleten Deutschland. „Es wird künftig rote Linien bei Vergabeentscheidungen geben müssen, deren Entscheidungskriterien auf Menschenrechtsstrategien fußen.“

Man habe Verständnis, wenn sich Sportlerinnen und Sportler in Peking in ihren Äußerungen zu den Umständen der Spiele „aus Selbstschutz zensiert“ hätten, erklärte die Athletenvertretung. „Wir sind enttäuscht, dass eine kontinuierlich kritische Flankierung der Spiele durch institutionelle Akteure wie Sponsoren oder Verbände weitgehend ausblieb. Eine Grundsatzposition des DOSB zur menschenrechtlichen Verantwortung des Sports im Allgemeinen und mit Blick auf die Spiele in China steht bis heute aus.“ (dpa)

Gold im Zweierbob

Laura Nolte ist als jüngste Pilotin der Geschichte zum Olympiasieg im Zweierbob gerast. Die 23-Jährige aus Winterberg war am Samstag 0,77 Sekunden schneller als Pyeongchang-Olympiasiegerin Mariama Jamanka, die den ersten deutschen Doppel-Erfolg bei den Frauen perfekt machte. Nach dem Triumph von Francesco Friedrich im kleinen Schlitten war es die zweite Goldmedaille in China für das deutsche Bob-Team. Bronze gewann Elana Meyers Taylor aus den USA, Vize-Weltmeisterin Kim Kalicki belegte den vierten Rang.
Nach der Führung zur Halbzeit lieferte Nolte zum Auftakt des dritten Durchgangs die nächste fehlerfreie Fahrt ab. Die Winterbergerin und Anschieberin Deborah Levi fuhren in 1:00,70 Bahnrekord und enteilten der mit Deutschlands bester Sprinterin Alexandra Burghardt startenden Jamanka schon uneinholbar. Zum Abschluss gelang der Olympiasiegerin von 2018 zwar die Laufbestzeit, Nolte durfte nach einer souveränen Fahrt aber Gold bejubeln.

Damit setzte sich die konstanteste Pilotin des Winters durch. Die WM-Dritte hatte vier Weltcup-Siege gefeiert, Jamanka war nicht einer gelungen. Im Gesamt-Weltcup war nur Meyers Taylor besser, die im Gegensatz zu Nolte alle Rennen gefahren war. Zum Auftakt der Bob-Wettbewerbe im Eiskanal von Yanqing hatte Nolte im Monobob eine Medaille als Vierte noch verpasst. (dpa)

Schweden holt Gold im Curling

Schweden hat bei den Olympischen Winterspielen in China erstmals Curling-Gold im Männer-Wettbewerb gewonnen. Gegen Großbritannien setzten sich die Skandinavier am Samstag mit 5:4 nach dem ersten Extra-End durch. Bronze hatte sich bereits tags zuvor Kanada durch ein 8:5 gegen die USA gesichert. Die Amerikaner waren 2018 in Pyeongchang durch einen Sieg über Schweden Olympiasieger geworden. (dpa)

Neunter Platz für Pechstein

Claudia Pechstein hat zum Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Peking ein Spitzenergebnis verpasst, sich aber sehr achtbar verabschiedet. Drei Tage vor ihrem 50. Geburtstag belegte die Rekord-Olympionikin bei ihren achten Spielen am Samstag im Massenstartrennen den neunten Platz. Gold holte die Niederländerin Irene Schouten, die ihren dritten Olympiasieg in Peking feierte, vor Ivanie Blondin aus Kanada und Francesca Lollobrigida aus Italien.

Pechstein konnte zwar auch nicht verhindern, dass die deutschen Eisschnellläufer zum dritten Mal nacheinander keine Medaille bei Winterspielen gewannen. Dennoch sorgte die älteste Teilnehmerin im Feld für das beste Ergebnis für die Frauen der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG). Insgesamt war Rang sieben von Patrick Beckert aus Erfurt über 10 000 Meter das einzige Top-Ten-Resultat für die deutschen Eisläufer. (dpa)

Bolschunow gewinnt verkürztes Langlauf-Rennen

Alexander Bolschunow hat die Goldmedaille im olympischen Abschlussrennen der Langläufer gewonnen. Der 25 Jahre alte Russe setzte sich am Samstag bei den Winterspielen in China vor seinem Landsmann Iwan Yakimuschkin und dem Norweger Simen Hegstad Krüger durch. Wegen starken Windes und extremer Kälte war das Rennen in Zhangjiakou um eine Stunden nach hinten verschoben und verkürzt worden. Statt 50 Kilometer liefen die Sportler 28,4 Kilometer in der freien Technik. Die deutschen Langläufer hatten mit dem Kampf um die Podestplätze erwartungsgemäß nichts zu tun. (dpa)

Pechstein erreicht Finale

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ist bei den Olympischen Winterspielen in Peking ins Finale des Massenstartrennens eingezogen. Drei Tage vor ihrem 50. Geburtstag qualifizierte sich die Rekord-Olympionikin am Samstag dank eines mutigen Rennens als Siebte ihres Halbfinales für den Endlauf. Damit läuft Pechstein zum Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe im National Speed Skating Oval um eine Medaille. (dpa)

Trainerin von Walijewa reagiert auf Bach

Die Trainerin der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat verwundert auf die Kritik von IOC-Chef Thomas Bach an ihrem Verhalten bei den Olympischen Winterspielen in Peking reagiert. „Ich bin immer noch ratlos über die Bewertung unserer Arbeit durch den geschätzten Herrn Bach“, kommentierte Eteri Tutberidse bei Instagram. Die 47-Jährige unterstützte in dem sozialen Netzwerk einen offenen Brief des russischen Trainers Alexander Schulin an Bach. Darin äußerte sich Schulin „überrascht“ von der Reaktion des IOC-Präsidenten. Tutberidse habe seit 2014 sechs Medaillengewinnerinnen bei Olympia und vier Olympiasiegerinnen trainiert. „Sie weiß wahrscheinlich, wie und was sie ihren Schülerinnen nach ihren Auftritten sagen muss“, schrieb Schulin.
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees hatte sein Mitgefühl für Walijewa nach deren bitterem Olympia-Finale mit Platz vier geäußert und das Umfeld mit Trainerin Tutberidse kritisiert. „Als ich gesehen habe, wie sie von ihrem Umfeld empfangen wurde, mit etwas, was mir wie eine enorme Kälte vorkam — mir lief es kalt über den Rücken, zu sehen, was da geschah“, hatte Bach gesagt. „Statt sie zu trösten, statt ihr zu helfen, nachdem was geschehen war, konnte man spüren, wie eiskalt die Atmosphäre war. Solch eine Distanz zu erleben, wenn man sich nur die Körpersprache dieser Person angeschaut hat, hat sich das nur noch in der Vorstellung verschlimmert.“ Diese Äußerungen Bachs stießen in Moskau auf Unverständnis.

Nach dem Doping-Wirbel und einer Führung aus dem Kurzprogramm hatte Gold-Favoritin Walijewa am Donnerstagabend mehrere Fehler in ihrer Kür gemacht und war Vierte geworden. Von Trainerin Tutberidse erhielt die 15-Jährige keinen Trost, sondern harsche und verstörende Worte. Walijewa war am Freitag unter Applaus nach Moskau zurückgekehrt. (dpa)

Olympische Spiele in Peking : Viererbob-Pilot Friedrich gewinnt zum zweiten Mal Doppel-Gold

Bild: Imago/ Kyodo News

Keine neuen Coronafälle

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking sind keine neuen Corona-Infektionen aufgetreten. Weder bei Anreisenden noch bei Olympia-Teilnehmern in der abgeschotteten olympischen Blase seien am Freitag Infizierte entdeckt worden, berichteten die Organisatoren am Samstag. (dpa)

Margis trägt deutsche Fahne

Bob-Anschieber Thorsten Margis führt das verbliebene deutsche Olympia-Team bei der Schlussfeier in Peking als Fahnenträger an. Das teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Samstag mit. Der 32-Jährige aus Halle/Saale ist Teil des Zweier- und Viererbobs von Pilot Francesco Friedrich. 

Das ist eine unfassbare Ehre. Ich bin jetzt der erste Anschieber überhaupt in Deutschland, der eine Fahne anfassen darf, egal ob bei Eröffnungs- oder Schlussfeier.

Thorsten Margis

Ski-Freestyler aus Ukraine umarmt russischen Konkurrenten

Der ukrainische Ski-Freestyler Oleksandr Abramenko will der Umarmung mit seinem russischen Kontrahenten Ilja Burow nicht zu viel Symbolik beimessen. Nach dem Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen in Peking hatten sich Bronzemedaillen-Gewinner Burow und der Zweitplatzierte Abramenko am Mittwoch umarmt. Dabei hatte der ukrainische Sportminister Wadym Hutzajt noch Anfang des Monats die Empfehlung ausgesprochen, dass sich ukrainische Athletinnen und Athleten während der Spiele vom russischen Team fernhalten sollten.

In einer „patriotischen Online-Besprechung“ sei auch den Trainern empfohlen worden, „dass sie nicht mit russischen Athleten zusammenstehen und keine Fotos machen“, hatte Hutzajt in einem Interview für die Onlinezeitung „Tribuna.com“ gesagt.

Auf die Frage, ob diese Geste ein Beispiel für olympischen Geist sei, sagte Abramenko der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag): „Das ist natürlich sehr schwierig, eine solche Frage zu behandeln. Es gab ja schon 2018 dieses gemeinsame Foto mit uns beiden, ich meine, ich wurde fotografiert, als ich Ilja gratulierte. Bei diesen Spielen wollte ich natürlich vermeiden, dass es sich wiederholt, und da hab ich darum gebeten, ich meine, was heißt das schon, gebeten … Es hat sich dann halt eben ergeben, dass er mich umarmt hat. Na ja. Es ist halt so, wie es ist.“ (dpa)

Alpiner Wettbewerb abgesagt

Das Mixed-Teamevent der alpinen Skirennfahrer bei den Olympischen Winterspielen in China droht auszufallen. Wegen starken Windes wurde der Wettbewerb am Samstag zunächst mehrfach verschoben und schließlich ganz von der Tagesordnung genommen. Ob er am Sonntag nachgeholt wird, ist noch offen. Er wäre die letzte Chance für die deutsche Alpin-Riege, doch noch eine Medaille zu holen und die zweite Nullnummer nacheinander bei Winterspielen zu verhindern.

Die besten Ergebnisse der Alpinen des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei den Spielen in China waren bislang die vierten Plätze von Lena Dürr im Slalom und Kira Weidle in der Abfahrt.  (dpa) Weitere Beiträge

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