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Polizei findet Waffen, Munition und Datenträger : Razzia bei rechtsextremem „Berserker-Clan“ in Berlin und weiteren Ländern

Sie haben Aufstandsfantasien und nennen sich „Berserker-Clan“: In vier Bundesländern wurden Objekte durchsucht, der mutmaßliche Anführer lebt in Berlin.

Polizei findet Waffen, Munition und Datenträger : Razzia bei rechtsextremem „Berserker-Clan“ in Berlin und weiteren Ländern

Polizeieinsatz (symbolbild)Foto: Florian Gaertner/imago images/photothek

Sie verkünden bei Facebook „Rache voll Grauen und Schrecken“, in abgeschotteten Kanälen war auch vom bewaffneten Aufstand am „Tag X“ die Rede. Jetzt haben die Berliner Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt dem rechtsextremen „Berserker Clan“ einen Schlag versetzt. Etwa 130 Beamte durchsuchten am Mittwoch in Berlin, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen Wohnungen und weitere Objekte an insgesamt 14 Anschriften.

Es seien Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Munition, Hieb- und Stichwaffen, Datenträger, Devotionalien der Vereinigung sowie Betäubungs- und Dopingmittel beschlagnahmt worden, teilten Generalstaatsanwaltschaft und LKA in einer gemeinsamem Erklärung mit. Bei dem Einsatz war auch ein Staatsanwalt dabei. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen 15 mutmaßliche Mitglieder der Gruppierung wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

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Der mutmaßliche Rädelsführer des Berserker-Clans lebt in Berlin. Die Polizei durchsuchte Objekte bei zwei Anschriften im Bezirk Lichtenberg.

Bei besagtem „Tag X“ war wohl „ein bewaffneter Aufstand gegen die bestehenden Strukturen in Deutschland gemeint“, sagten Generalstaatsanwaltschaft und LKA. Auch sei von Schusswaffen die Rede gewesen.

Nach Informationen des Tagesspiegels ist der Berserker-Clan allerdings zerstritten und offenbar kaum zu gemeinsamen Aktionen fähig. Das erklärt vermutlich auch, warum die Generalstaatsanwaltschaft nicht wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt, womit dann auch eine Übernahme des Verfahrens durch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe zu erwarten gewesen wäre. (mit AFP/dpa)

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