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Razzia bei den Remmos : Durchsuchung in Clan-Villa in Berlin-Neukölln

Die Polizei hat am Donnerstagmorgen die Villa des Remmo-Clans in Neukölln und andere Objekte durchsucht. Ein Sohn des Clanchefs wurde festgenommen.

Razzia bei den Remmos : Durchsuchung in Clan-Villa in Berlin-Neukölln

Polizisten, LKA-Ermittler und ein Staatsanwalt rückten in Alt-Buckow an.Foto: imago images/Olaf Wagner

Die Berliner Polizei hat am Donnerstagmorgen die Villa des berüchtigten Remmo-Clans in Neukölln und andere Objekte durchsucht. Schwer bewaffnete und behelmte Polizisten, Ermittler des Landeskriminalamtes und ein Staatsanwalt rückten am Morgen vor der Villa in Alt-Buckow an.

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Die Beamten durchsuchten die Villa, ein Sohn von Clanboss Issa Remmo wurde festgenommen und abgeführt. Ein Haftbefehl wurde aber nicht vollstreckt, vielmehr wurde der Clanspross erkennungsdienstlich behandelt. Auch das Oberhaupt der arabischstämmigen Großfamilie war nach Tagesspiegel-Informationen bei dem Einsatz anwesend.

Nach Tagesspiegel-Informationen geht es bei den Ermittlungen um den Diebstahl eines hochwertigen Kühlschranks. Insgesamt sind drei Männer im Alter von 21, 27 und 31 Jahren beschuldigt. Neben dem Remmo-Spross werden auch die anderen beiden Männer dem Clanmilieu zugerechnet. Durchsucht wurden zwei Objekte in Neukölln, zwei in Mariendorf und eines in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Mitglieder der Großfamilie fallen immer wieder mit Straftaten auf

Mitglieder einzelner Zweige der rund 1000 Menschen umfassenden Großfamilie fallen immer wieder mit schweren Straftaten auf. Prominente Beispiele sind etwa der Diebstahl der Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Berliner Bode-Museum 2017 oder Bankeinbrüche.

Derzeit stehen mehrere Clanmänner aus der Großfamilie in Dresden vor Gericht, sie sind wegen des Diebstahls des Sachsen-Geschmeides aus dem Grünen Gewölbe angeklagt.

Erst im vergangenen Jahr hatte die Polizei die Clan-Villa durchsucht. Der Bezirk liegt mit den Remmos in Streit und hat den Mietvertrag mit der Großfamilie gekündigt. Die wehrt sich vor Gericht dagegen, ein Urteil zur Räumungsklage des Bezirks steht noch aus. Die Staatsanwaltschaft hatte die Villa 2018 beschlagnahmt.

Es geht um 77 Immobilien im Wert von neun Millionen Euro

Insgesamt geht es um 77 Immobilien im Wert von rund neun Millionen Euro. Die Gerichte segneten das Vorgehen ab, weil die Immobilien mit Beutegeld aus Straftaten gekauft worden sein sollen.

Schließlich gingen die Immobilien in das Eigentum das Landes Berlin über, der Bezirk bekam die Villa und wurde Vermieter.

2021 kündigte der Bezirk den Mietvertrag dann – weil das Vertrauensverhältnis gestört sei. Das Bezirksamt wirft der Familie vor, einen gefälschten Mietvertrag vorgelegt zu haben, in dem auch die Nutzung des Gartens erlaubt sei. Die Familie bestreitet die Vorwürfe und verweist auf Absprachen mit einem Verwalter, der für die Immobilie tätig gewesen sei.

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