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Schwere HirnschädigungZwilling im Mutterleib getötet: Bewährung für Berliner Ärzte

Schwere HirnschädigungZwilling im Mutterleib getötet: Bewährung für Berliner Ärzte

Für zwei Berliner Frauenärzte, die während einer Zwillingsgeburt ein schwer geschädigtes Kind mit Kaliumchlorid totspritzten, bleibt es bei Bewährungsstrafen (Symbolbild)

Foto: picture alliance / greatif Teilen Twittern SendenVon: Anne Losensky 12.05.2022 — 16:45 Uhr

Berlin – Das Mädchen wird bald zwölf Jahre alt. Seine Geburtsärzte aber sind verurteilte Totschläger: Kaum war das gesunde Kind 2010 entbunden, spritzten sie noch im Mutterleib die Zwillingsschwester tot – sie war behindert.

Das ist Totschlag, urteilte das Berliner Landgericht 2019. Die Ärzte zogen vor den Bundesgerichtshof.

Aber der ließ nur zu, dass die Strafhöhe neu verhandelt wird. Kurzer Prozess, jeder kriegt zwei Monate weniger: 19 Monate Haft für Frauenarzt-Koryphäe Prof. Dr. Klaus V. (75), 16 Monate Haft für Dr. Bebett R. (60), leitende Oberärztin im Klinikum Neukölln.

Juli 2010, Klinikum Neukölln. Kaiserschnitt-Geburt. Erst ein gesundes Mädchen (40 cm, 1670 g). Zehn Minuten später ihr Zwilling (1430 g, 41 cm), im OP-Bericht steht: Totgeburt.

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