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Security und Streitschlichter gegen Randale | Haben die Bäder vor der Gewalt kapituliert?

Security und Streitschlichter gegen Randale  | Haben die Bäder vor der Gewalt kapituliert?

Sherzan (19), Mehrdad (16) und Eghbal (21) sind geschulte Streitschlichter. Ihre Arbeit beginnt, bevor die Fäuste fliegen

Foto: Ralf Lutter Teilen Twittern SendenVon: Emma Neugebauer 08.08.2022 — 20:09 Uhr

Berlin – Die schweren Tumulte in Berlins Freibädern: Dreimal musste in diesem Sommer bereits die Polizei massiv einschreiten. Haben die Bäder-Betriebe vor der Gewalt kapituliert?

Rund 170 Wachleute von privaten Sicherheitsfirmen sind an heißen Wochenenden in den Freibädern im Einsatz, 1,5 Millionen Euro geben die Bäder dafür jährlich aus.

Security und Streitschlichter gegen Randale  | Haben die Bäder vor der Gewalt kapituliert?

Das Gelände vom Sommerbad Pankow ist groß: Am Wochenende sind hier in den Sommerferien bis zu acht Konflikt-Lotsen im Einsatz

Foto: Ralf Lutter

Doch was hat das gebracht?

► Bei der Randale im Neuköllner Columbiabad vor drei Wochen mit elf Verletzten waren die Angreifer (19, 23, 24) mit Schlagwaffen und Reizgas gezielt auf Wachleute losgegangen.

Seit 2011 gibt es außer den Wachleuten das Projekt „Bleib cool am Pool“: In diesem Jahr werden dafür 26 junge Leute als Streitschlichter eingesetzt – auch im Columbiabad.

Eghbal Khadjezadeh (21), einer der Konflikt-Lotsen: „Sobald Leute gewalttätig werden, ziehen wir uns zurück und rufen sofort die Polizei.“ Treffen die Beamten ein, helfen die Schlichter oft als Übersetzer. Eghbal spricht z. B. Afghanisch, Persisch und Englisch.

Projektleiter Arne Freudenberg (50): „Zwei Jahre Pandemie haben dazu geführt, dass einige Besucher das soziale Miteinander wieder lernen müssen.“

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