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Sofort-Maßnahme zum Energiesparen : Berlin schaltet Beleuchtung von 200 Sehenswürdigkeiten ab

Die ersten berühmten Gebäude und Sehenswürdigkeiten in Berlin werden ab Mittwoch nicht mehr angestrahlt. Doch bis alle dunkel bleiben, vergehen Wochen.

Sofort-Maßnahme zum Energiesparen : Berlin schaltet Beleuchtung von 200 Sehenswürdigkeiten ab

Die Siegessäule soll bald dunkel bleiben, um Energie zu sparen.Foto: Florian Schuh dpa/lbn/picture alliance / dpa

Berlin stellt die Beleuchtung wichtiger Gebäude in der Stadt ein. Dazu zählen unter anderem die Siegessäule, das Rote Rathaus, die Gedächtniskirche und das Schloss Charlottenburg, wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz mitteilte.

Schon am Mittwoch sollen einige Sehenswürdigkeiten nicht mehr angestrahlt werden. So bleiben ab sofort am Berliner Dom, der Marienkirche, im Lustgarten, am Zeughaus, dem Alten Palais und dem Reiterstandbild Unter den Linden die Lichter aus.

„Angesichts des Krieges gegen die Ukraine und der energiepolitischen Drohungen Russlands ist es wichtig, dass wir möglichst sorgsam mit unserer Energie umgehen. Das gilt auch und gerade für die öffentliche Hand“, sagte Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne). Deshalb werde man die in Verantwortung des Landes stehenden Gebäude Berlins nicht mehr anstrahlen. „Das ist aus unserer Sicht in dieser Situation gut vertretbar, auch um einen sichtbaren Beitrag zu leisten.“

Drei Abfahrkolonnen einer Elektrofachfirma seien nun im Einsatz, die Strahler abzuschalten. Täglich könnten so 100 bis 120 Leuchten abgeklemmt werden. Bis alle geplanten Gebäude dunkel bleiben, dauere es drei bis vier Wochen.

In der Zuständigkeit der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz werden derzeit insgesamt rund 200 Objekte im Land Berlin angestrahlt. Für diese Gebäude und Denkmäler seien circa 1400 Strahler an Beleuchtungsmasten im Einsatz, teilte die Verwaltung mit.

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Der Anschlusswert aller Beleuchtungen betrage demnach rund 100.000 Watt, der Stromverbrauch liege bei etwa 200.000 Kilowattstunden pro Jahr und koste das Land rund 40.000 Euro jährlich.

Geld spart das Land durch die Aktion zunächst jedoch nicht. Die einmaligen Kosten für das manuelle Abschalten der einzelnen Strahler liegen in ähnlicher Höhe wie das eingesparte Geld durch den weniger verbrauchten Strom. Entscheidender als die reine Wirtschaftlichkeit sei daher kurzfristig der „nennenswerte Energiespar-Effekt“, erklärte die Senatsverwaltung.

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