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Um Energieverbrauch zu senken : Berliner Senat will Beleuchtung in Parks reduzieren

Die Maßnahme ist Teil des am Dienstag vorgestellten Energiesparplans. Mindestens zehn Prozent des Energieverbrauchs der öffentlichen Hand sollen eingespart werden.

Um Energieverbrauch zu senken : Berliner Senat will Beleuchtung in Parks reduzieren

Gaslaternen im Berliner Tiergarten (Archivbild).Foto: Cay Dobberke

Der Berliner Senat will die Beleuchtung in Parks und Grünflächen reduzieren, um den Energieverbrauch zu senken. Das wurde in der Senatssitzung am Dienstag beschlossen. Demnach könne in Bereichen von Grünanlagen, die nicht regelmäßig für notwendige Wege genutzt werden, die Beleuchtung durch Laternen reduziert werden, teilte die Senatskanzlei mit. Nötig sei zuvor jedoch eine sorgfältige Prüfung von Sicherheitsaspekten durch die Polizei. Auch in Sportstätten, die nachts geschlossen haben, soll ab 22 Uhr das Licht ausgeschaltet werden.

Die Maßnahme ist Teil des Energiesparplans den Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos, für SPD) am Dienstag vorgestellt hat. Der Tagesspiegel hatte vorab über das Papier berichtet. Unter anderem soll die Warmwasserversorgung öffentlicher Gebäude ausgestellt werden, die Soll-Temperatur auf 20 Grad in Büros und 16 Grad in Fluren sinken. Die Beleuchtung soll rasch auf LED umgestellt werden.

Damit will der Senat „mindestens zehn Prozent des Energieverbrauchs der öffentlichen Hand“ sparen, teilte die Senatskanzlei mit. Berlin hat einen Jahresverbrauch von 44352 Gigawattstunden. Zehn Prozent davon macht das Land durch die öffentliche Verwaltung und Betriebe wie die BVG oder die BSR aus.

Wirtschaftssenator Schwarz sagte am Dienstag: „Die Lage um die Gasversorgung in Deutschland und Europa ist ernst und Berlin macht Ernst mit dem Energiesparen.“ Das Ergebnis sei das „aktuell umfassendste Maßnahmenpaket eines Bundeslandes“, sagte Schwarz. Er sei „hoffnungsvoll“ wegen der Gasspeicherstände, Deutschland liege mit 75 Prozent über den eigenen Zielen.

Das vom Senat beschlossene Sparprogramm soll wie berichtet bis 31. März 2023 laufen, bei Bedarf könne es aber erweitert und verlängert werden, sagte der Wirtschaftssenator.

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Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte am Dienstag, dass je nach Situation auch Luftfilter ausgeschaltet werden, die wegen der Corona-Pandemie angeschafft worden waren. Es gehe dabei „ um ein abgewogenes Vorgehen“, sagte sie. „Wir sind in einer Pandemiesituation, wo die Sommerwelle sich abschwächt.“ Außerdem helfe bei den Temperaturen auch lüften und die Filter müssten nicht laufen. Sollten die Infektionszahlen im Herbst ansteigen, müsse man „die Sicherheit der Luftfilter gegen den Energieverbrauch abwägen“, sagte Giffey.

Schwarz und Giffey kündigten an, dass auch die Wirtschaft ihren Beitrag zum Energiesparen leisten werde. Anfang September soll eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben werden. Es werde an eine freiwillige Selbstverpflichtung gedacht, sagte Giffey, nicht an Verbote und Vorgaben.

Kritik von CDU und FDP

Die Berliner CDU-Fraktion kritisierte die Pläne des Senats am Dienstag als nicht ausreichend. „Wir vermissen konkrete Vorschläge und Verbesserungen auch für die Berlinerinnen und Berliner sowie für Unternehmen“, sagte der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Christian Gräff.

Auch die FDP kritisierte den Plan, er bleibe „weit hinter den Erwartungen zurück“, sagte Christian Wolf, Sprecher für Energie seiner Fraktion.

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