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Verkehrssenatorin äußert Zweifel : Null-Euro-Ticket für Berlin droht zu scheitern

Das geplante Angebot sollte eine Alternative zum bundesweit vorgesehenen Neun-Euro-Ticket sein. Doch nun ist ein Streit im Verkehrsverbund entbrannt.

Verkehrssenatorin äußert Zweifel : Null-Euro-Ticket für Berlin droht zu scheitern

Das Null-Euro-Ticket war als Berliner Alternative zum Neun-Euro-Ticket gedacht.Foto: dpa

Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch hat Zweifel, dass das angedachte kostenlose Ticket für ÖPNV-Abonnenten ab Juni in Berlin eingeführt werden kann. „Noch führen wir Gespräche, aber es stellt sich als schwierig heraus. Deshalb bin ich mittlerweile skeptisch, dass es gelingen wird“, sagte Jarasch im Anschluss an die Senatssitzung am Dienstag.

Jarasch hatte geplant, im Rahmen des dreimonatigen Aktionszeitraums des bundesweiten Neun-Euro-Tickets bestehende und neue Berliner Nahverkehrsabonnenten kostenlos fahren zu lassen. Beschlossen werden konnte das Vorhaben bislang jedoch nicht. Angedacht war das Tickt ursprünglich als gemeinsame Lösung mit dem Land Brandenburg, ließ sich länderübergreifend jedoch nicht realisieren.

Dass das Ticket nun auch in Berlin zu scheitern droht, liegt nach Tagesspiegel-Informationen an einem Streit innerhalb des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Dort muss der Aufsichtsrat die notwendige Tarifänderung beschließen. Dem Vernehmen nach sollen jedoch mehrere Vertreter von Landkreisen und Verkehrsunternehmen aus Brandenburg eine Zustimmung zu dem Angebot verhindern – obwohl sie davon nicht betroffen wären.

Jarasch warnte vor den Folgen eines Scheiterns des Tickets. „Was wir eigentlich brauchen, ist ein massiver Zugewinn an Fahrgästen, die dauerhaft auf den ÖPNV umsteigen. Das wird nicht passieren, wenn diese Phase nach drei Monaten einfach endet.“ Wenn man vom Bund „die Gelder in den Schoß geworfen“ bekomme, müsste daraus auch etwas Dauerhaftes erwachsen. So sei die Aktion nicht nachhaltig, sagte Jarasch.

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Die ab 1. Juni gültigen Neun-Euro-Tickets sollen in Berlin ab kommendem Montag, 23. Mai, verkauft werden. Noch ist das Ticket jedoch nicht von Bund und Ländern beschlossen. Die Entscheidung darüber soll in dieser Woche fallen, noch immer gibt es zwischen Bund und Ländern jedoch Streit über die Finanzierung der Aktion. Jarasch schätzt dennoch, dass das Angebot eingeführt wird. „Ich gehe davon aus, dass das Ticket kommt“, sagte sie.

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