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Vierstündiges Treffen in Sotschi : Erdogan und Putin schließen Wirtschafts- und Energiedeal

Nach vier Stunden gehen die beiden Staatschefs wieder getrennter Wege. Bei ihrem Treffen vereinbaren sie eine engere Partnerschaft ihrer Länder.

Vierstündiges Treffen in Sotschi : Erdogan und Putin schließen Wirtschafts- und Energiedeal

Erdogan und Putin beim Treffen in Sotschi.Foto: Murat KULA / TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE / AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan haben sich bei ihrem Treffen im russischen Badeort Sotschi auf eine verstärkte Zusammenarbeit in Wirtschafts- und Energiefragen geeinigt. Das teilte der Kreml am Freitagabend mit. Demnach vereinbarten beide Seiten „trotz der derzeitigen regionalen und globalen Herausforderungen“ einen verstärkten Handelsaustausch.

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Die Gespräche zwischen den beiden Staatschefs dauerten vier Stunden, wie es aus dem türkischen Präsidialpalast hieß. Das bestätigte auch Putins Sprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Eine Pressekonferenz war zunächst nicht geplant, allerdings wollte Vize-Regierungschef Alexander Nowak später am Abend für die russische Seite über Ergebnisse berichten.

„Jetzt schaut die Welt wieder auf Sotschi“, sagte Erdogan zu Beginn des Treffens. „Ich glaube, dass (das heutige Treffen) eine ganz neue Seite in den türkisch-russischen Beziehungen aufschlagen wird.“ Doch ob man konkrete Ergebnisse erzielt habe und wenn ja welche, behielten die beiden Staatschefs vorerst für sich.

Beide Länder teilten vorab mit, es solle um aktuelle regionale und globale Ereignisse bei dem Treffen gehen. Erwartet wurde, dass neben dem Ukraine-Krieg auch die Situation in Syrien sowie möglicherweise die Kooperation bei türkischen Kampfdrohnen thematisiert würden.

Zweites Treffen der Staatschefs

Es ist das zweite persönliche Treffen der beiden Staatschefs innerhalb eines Monats. Insbesondere in Putins Fall ist das bemerkenswert, führt der in der Welt zunehmend isolierte Kremlchef doch viele seiner Gespräche nur am Telefon oder per Videoschalte.

Ankara pflegt sowohl enge Beziehungen zu Moskau als auch zu Kiew. Erdogan hat den Einmarsch Russlands zwar scharf kritisiert, aber immer auch betont, keinen der Partner aufgeben zu wollen.

Putin hatte seinen Gast vor Beginn der Gespräche für die türkischen Vermittlungen in der Getreide-Krise gelobt — und dabei besonders auf die zusätzlich verfasste Absichtserklärung mit der UN angespielt, die den Export von russischen Lebens- und Düngemitteln fördern soll.

Agrarexporte über die ukrainischen Schwarzmeerhäfen waren wegen des russischen Angriffskrieges zuletzt monatelang blockiert gewesen. Die Kriegsgegner Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter UN-Vermittlung jeweils getrennt mit der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. (dpa, AFP)

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