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„Wir glauben, dass sie bereit sind“ : USA warnen vor Angriff Russlands innerhalb von 48 Stunden

Der US-Regierung zufolge steht die Invasion Russlands in die Ukraine unmittelbar bevor. Die Separatisten bitten Putin unterdessen um militärischen Beistand.

„Wir glauben, dass sie bereit sind“ : USA warnen vor Angriff Russlands innerhalb von 48 Stunden

Ein russischer Panzer während einer militärischen Übung.Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Die US-Regierung hat vor einem baldigen russischen Angriff auf die Ukraine gewarnt. „Was wir sehen, ist, dass sich die russischen Streitkräfte weiter näher an der Grenze versammeln und sich in ein fortgeschrittenes Stadium der Handlungsbereitschaft versetzen, um praktisch jederzeit eine militärische Aktion in der Ukraine durchzuführen“, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Mittwoch. „Wir glauben, dass sie bereit sind“, warnte Kirby.

Dem Pentagon-Vertreter zufolge befinden sich rund 80 Prozent der etwa 150.000 an der Grenze zur Ukraine zusammengezogenen russischen Soldaten in der für einen Angriff nötigen Bereitschaftsstellung. Ob es tatsächlich zu einem Einmarsch komme, liege nun einzig beim russischen Staatschef Wladimir Putin.

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Wie das US-Portal «Newsweek» exklusiv berichtet, hat US-Präsident Biden den ukrainischen Präsidenten Selenskyj über Geheimdienstinformationen unterrichtet. Demnach bereite sich Russland darauf vor, innerhalb der nächsten 48 Stunden eine Invasion durchzuführen. «Der Präsident der Ukraine wurde gewarnt, dass Russland höchstwahrscheinlich innerhalb von 48 Stunden mit einer Invasion beginnen wird», habe ein US-Beamter gegenüber «Newsweek» betont.

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US-Präsident Joe Biden hatte am Dienstag vom «Beginn einer russischen Invasion der Ukraine» gesprochen. US-Regierungsvertreter betonen jedoch, dass es bislang keinen Beweis dafür gibt, dass russische Soldaten bereits die Staatsgrenze zur Ukraine überquert haben. «Wir können immer noch nicht bestätigen, dass russische Streitkräfte in den Donbass eingedrungen sind», sagte auch der Pentagon-Vertreter am Mittwoch.

Unterdessen haben die pro-russischen Separatisten im Osten der Ukraine den Kreml um «Hilfe bei der Zurückschlagung der Aggression» der ukrainischen Streitkräfte gebeten. Dies berichteten russische Nachrichtenagenturen am Mittwochabend unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte am Montag die Unabhängigkeit der beiden Separatistengebiete in der Ostukraine anerkannt und die Entsendung russischer Soldaten in die Region angekündigt.

Der Anführer der Separatisten im ostukrainischen Donszk, Denis Puschilin, wünscht sich den Abzug der ukrainischen Regierungstruppen aus der Region. Diese sollten sich freiwillig aus dem Territorium zurückziehen und ihre Waffen mitnehmen, zitierte die Agentur Tass Puschilin. Das wäre «ein optimales Szenario». Die Separatisten erheben Anspruch auf ein deutlich größeres Gebiet in der Ukraine, als sie derzeit kontrollieren. (Tsp/AFP/dpa)

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